Leise Worte mit großer Wirkung: Neue Aussage rückt Christina Block in ein anderes Licht

Im Verfahren rund um die mutmaßliche Entführung der Kinder von Christina Block ist es stiller geworden im Gerichtssaal – und gerade das macht die jüngsten Aussagen so eindringlich. Vor dem Landgericht Hamburg schilderte ein Zeuge Details, die dem bisherigen Bild widersprechen und nun für neue Spannung sorgen.

Der 68-jährige Chef eines israelischen Sicherheitsunternehmens erklärte, Christina Block sei über die geplante Rückfahrt der Kinder aus Dänemark nach Deutschland informiert gewesen. Es habe Gespräche gegeben, in denen der Ablauf thematisiert wurde. Besonders wichtig sei ihr dabei ein Punkt gewesen: Den Kindern dürfe nichts über den Kopf gezogen werden. Der Zeuge machte deutlich, dass er ihre Darstellung der Ereignisse nicht für wahr hält.

Gleichzeitig betonte er, dass in diesen Gesprächen nie offen von einer Entführung gesprochen worden sei. Das Wort sei lediglich im Zusammenhang mit dem Verhalten von Stephan Hensel gefallen, der die Kinder nach einem Besuch im Jahr 2021 nicht nach Deutschland zurückgebracht hatte. Besprochen worden sei lediglich, wie man nach einer erfolgreichen Rückholung kommunizieren wolle, unter anderem mit einem Handy, das in einem Hotelzimmer hinterlegt werden sollte.

Der Zeuge beschrieb auch die Situation der Kinder in jener Nacht. Er habe gewusst, dass es einen kurzen Moment geben würde, der für sie sehr belastend sein könnte. Als sie nachts vom Vater zum Auto gebracht wurden, seien sie verängstigt gewesen. Im Wagen hätten sie geweint und deutlich gezeigt, wie unwohl sie sich fühlten. Gewalt gegen die Kinder habe es nicht gegeben, sagte er. Um Stephan handlungsunfähig zu machen, seien jedoch Kampfsportler eingesetzt worden.

Christina Block, Tochter von Eugen Block, weist weiterhin entschieden zurück, eine Entführung veranlasst zu haben. Der seit Jahren andauernde Sorgerechtsstreit hat tiefe Spuren hinterlassen. Während ihr Umfeld sie als entschlossene Mutter beschreibt, wird Stephan von Vertrauten als präsenter Vater geschildert. Zwischen all den juristischen Auseinandersetzungen stehen Theo und Klara, deren Wohl immer wieder betont wird – auch wenn viele Fragen weiterhin offenbleiben.