„Ich bin komplett am Ende meiner Kraft“: Kilian Kerner meldet sich aus dem Krankenhaus

Es sind Worte, die unter die Haut gehen. Kilian Kerner hat sich aus dem Krankenhaus bei seinen Fans gemeldet – offen, schonungslos und sichtlich gezeichnet. Zu einem Foto im Klinikhemd schreibt der 46-Jährige, dass er neun Wochen lang mit massiven Bandscheibenproblemen gekämpft habe und nun nichts beschönigen wolle.

Zunächst teilt der Designer eine erleichternde Nachricht. Die Operation habe ihr Ziel erreicht. Die extremen Schmerzen seien verschwunden, was er selbst als große Befreiung beschreibt. Sein Bein sei zwar noch sehr schwach, teilweise taub, ebenso der Fuß, doch das sei laut Ärzten nicht ungewöhnlich und brauche Zeit.

Ganz ohne Drama verlief der Eingriff allerdings nicht. Während und nach der OP kam es zu ernsten Komplikationen. Kilian Kerner berichtet, dass seine Atmung zeitweise zu flach und zu schwach gewesen sei. Die Ärzte hätten die Situation schließlich unter Kontrolle gebracht. Aktuell werde er noch mit Sauerstoff versorgt, was ihm spürbar helfe.

Die Diagnose fiel deutlich aus. Es handelte sich um einen großen Bandscheibenvorfall. Etwas sei geplatzt, habe sich verschoben und massiv auf die Nerven gedrückt. Genau das habe diese kaum erträglichen Schmerzen ausgelöst. Rückblickend beschreibt der Designer die letzten Tage vor der OP als absoluten Ausnahmezustand. Körperlich, geistig und seelisch sei er völlig über seine Grenzen gegangen. Er habe funktioniert wie ein Roboter, bis nichts mehr ging.

Besonders erschütternd sind seine Schilderungen der Tage vor dem Krankenhausaufenthalt. Einen Tag nach einer Show konnte er sich plötzlich gar nicht mehr bewegen. Er erzählt von einer Situation, in der zahlreiche Männer in seinem Schlafzimmer standen, er betäubt wurde und mehrere Helfer ihn in ein Tuch wickelten, um ihn die Treppen hinunterzutragen und ins Krankenhaus zu bringen.

Auch später ließ der Schmerz nicht nach. Im Hotel habe er vor Verzweiflung nur noch schreien können. Sein Rücken musste betäubt werden, damit er überhaupt in der Lage war, seine Show durchzuziehen. Heute beschreibt er sich als ausgelaugt, leer und erschöpft – aber auch als dankbar, dass es nun bergauf geht.

Die Schmerzen nach der Operation seien vorhanden, aber mit Medikamenten auszuhalten. In etwa zwei Wochen sollten diese abklingen. Alles Weitere wolle er Schritt für Schritt angehen. Unterstützt wird er dabei von Ärzten, Physiotherapeuten und einer Therapeutin.

Trotz allem blickt Kilian Kerner nach vorn. Er kündigt an, sich jetzt zurückzuziehen und zu ruhen, spricht aber auch von Dingen, auf die er sich freut. Projekte rund um Germany’s Next Topmodel, neue berufliche Aufgaben und vor allem Paris. Dieses Ziel habe er mit seinen Ärzten abgestimmt. In vier Wochen, so die Hoffnung, sei das Schlimmste überstanden.

Unter seinem Beitrag sammelten sich zahlreiche Genesungswünsche. Fans wie auch Prominente melden sich zu Wort. Darunter Jimi Blue Ochsenknecht und Patrice Aminati, die ihre Unterstützung ausdrücken. Worte, die in dieser Phase sicher mehr bedeuten als je zuvor.