„Langweiliger geht’s kaum“: Harald Glööckler zerlegt den Olympia-Look gnadenlos

Wenn Harald Glööckler etwas nicht gefällt, dann hält er sich nicht zurück. Genau das zeigt der Designer jetzt mit Blick auf die neue Kleidung der deutschen Olympia-Mannschaft. Seine Bewertung fällt vernichtend aus. Emotionen? Fehlanzeige. Begeisterung? Keine Spur.

Glööckler kritisiert vor allem eines: die extreme Eintönigkeit der Kollektion. Statt Aufregung oder Wow-Effekt sehe er vor allem Langeweile. So sehr, dass man sich mit den Outfits gar nicht weiter beschäftigen wolle. Er betont zwar, offen für neue Ideen zu sein – doch das, was hier präsentiert werde, sei weder innovativ noch frisch, geschweige denn modisch reizvoll.

Besonders hart geht er mit dem internationalen Auftritt ins Gericht. Deutschland werde oft nachgesagt, es fehle an Stilgefühl, Eleganz und modischer Leichtigkeit, wie man sie etwa aus Italien kenne. Dass man dieses Klischee nun ausgerechnet bei einem weltweiten Sportereignis bestätige, sei für ihn kaum zu fassen. Sein Urteil fällt entsprechend deutlich aus: null Punkte.

Ganz anders sieht das jedoch nicht jeder. Ausrüster Adidas hatte die rund 70 Teile umfassende Kollektion gemeinsam mit den Athletinnen und Athleten entwickelt. Der Gedanke dahinter: Zusammenhalt, Wiedererkennung und Identifikation mit Team Deutschland. Genau das lobte auch DOSB-Präsident Thomas Weikert bereits im vergangenen November.

Auch sportliche Stimmen fallen deutlich positiver aus. Der vierfache Bob-Olympiasieger Francesco Friedrich zeigt sich begeistert. Für ihn vereinen die Outfits schlichte Farben mit einem modernen Look. Man erkenne sofort, dass es Deutschland sei – und genau das mache stolz.

Der Deutsche Olympische Sportbund sieht in der Kollektion eine Verbindung aus nationaler Identität und zeitgemäßem Design. Trotzdem bleibt die Diskussion nicht aus. Schon in der Vergangenheit sorgte die Bekleidung des deutschen Teams immer wieder für Kritik, etwa bei den Sommerspielen 2021 in Tokio. Auch diesmal ist das Echo in den sozialen Netzwerken gespalten.

Dass ausgerechnet Glööckler so deutlich urteilt, überrascht dabei kaum. Der Designer sorgt selbst seit Jahren für Gesprächsstoff – nicht nur mit seinen Entwürfen, sondern auch mit seinem extravaganten Auftreten. Über 600.000 Euro soll er bereits in Schönheitsoperationen investiert haben. Zurückhaltung gehört also nicht zu seinem Stil. Und genau das zeigt sich auch bei seinem Urteil zum Olympia-Look.