Hollywood? Nein danke – Franka Potente lebt ihr eigenes Kalifornien

Roter Teppich, Blitzlichtgewitter, Glamour rund um die Uhr? Für Franka Potente klingt das längst nicht mehr nach Traum, sondern nach Nebensache. Die 51-Jährige hat sich in Los Angeles ein Leben aufgebaut, das mit klassischen Hollywood-Klischees kaum etwas zu tun hat – und genau das macht sie glücklich.

Seit über 20 Jahren lebt die Schauspielerin in Kalifornien. Dort fand sie nicht nur neue berufliche Perspektiven, sondern auch persönliche Stabilität. Die Frau, die einst mit „Lola rennt“ weltweit bekannt wurde, hat sich bewusst gegen das schillernde Image der Filmmetropole entschieden. Statt Partys und Premieren setzt sie auf Struktur, Alltag und Familie.

Ihr Tag beginnt früh. Um 5.30 Uhr klingelt der Wecker. Während andere noch schlafen, kocht sie Tee, beantwortet Mails und bereitet das Frühstück vor. Danach folgt der ganz normale Wahnsinn: 40 Minuten Fahrt durch den dichten Berufsverkehr, um ihre beiden Töchter zur Mädchenschule zu bringen. 13 und 15 Jahre alt sind sie inzwischen. Entspannt? Eher nicht. „Ich bin keine megaentspannte Mutter“, sagt sie offen.

Beruflich hat sich Franka in den USA neu aufgestellt. Neben der Schauspielerei schreibt sie inzwischen Drehbücher und baut sich damit ein weiteres kreatives Standbein auf. Sie engagiert sich zudem politisch und setzt sich für Themen ein, die ihr wirklich wichtig sind. Ruhm allein reicht ihr nicht – sie will gestalten, mitreden, Verantwortung übernehmen.

Geboren wurde Franka Potente am 22. Juli 1974. Ihren internationalen Durchbruch feierte sie 1998 mit dem Film „Lola rennt“ von Tom Tykwer. Die energiegeladene Rolle machte sie über Nacht berühmt und öffnete ihr die Türen in die USA. Es folgten zahlreiche internationale Produktionen, die ihren Ruf als vielseitige Darstellerin festigten.

Vor rund zwei Jahrzehnten traf sie schließlich eine klare Entscheidung: Deutschland hinter sich lassen und in Kalifornien neu anfangen. Heute nennt sie Los Angeles ihre Herzensheimat – nicht wegen des Glanzes, sondern wegen des Lebensgefühls, das sie dort gefunden hat.