Heidi Klum über Trump: „Ein Präsident braucht wie ein Chirurg Ausbildung und Können“

Supermodel Heidi Klum hat kein Blatt vor den Mund genommen, wenn es um ihre Einschätzung von Donald Trumps Eignung als US-Präsident geht. In einem ausführlichen Gespräch mit dem „Zeit Magazin“ zieht sie klare Vergleiche und teilt ungewöhnliche Einblicke in ihre persönliche Vergangenheit mit dem Immobilienmogul.

Die 52-jährige Klum betont, wie wichtig fundierte Ausbildung für Verantwortungsträger sei. „Für einen Job, bei dem man Entscheidungen für so viele Menschen trifft, braucht man die richtige Ausbildung. Das gilt überall“, erklärt sie und macht deutlich, dass sie Trumps Qualifikationen für das Präsidentenamt kritisch sieht.

Besonders drastisch wird ihre Analogie: Ein Präsident sei vergleichbar mit einem Chirurgen. „Wie ein Arzt, der erst eine lange Ausbildung durchlaufen muss, bevor er jemanden operiert und in dessen Kopf eingreift“, so Klum. Sie zieht den Vergleich, um zu verdeutlichen, dass Erfahrung und formale Kenntnisse in verantwortungsvollen Positionen unverzichtbar sind.

Heidi Klum hebt hervor, dass es zwar Präsidenten mit Schauspielerfahrung in den USA gegeben habe, in Europa und Deutschland hingegen Politiker oft einen langen Ausbildungsweg hinter sich hätten. Angela Merkel nennt sie als Beispiel, deren 16 Jahre Kanzlerschaft auf einer fundierten politischen Laufbahn basierten.

Ein überraschendes Detail: Klum kennt Trump schon lange persönlich. Ihre erste Begegnung fand am Set des Films „Studio 54“ statt, in dem beide eine kleine Rolle hatten. In den folgenden Jahren trafen sie sich regelmäßig bei Veranstaltungen in New York.

Noch enger wurde die Verbindung bei Trumps Hochzeit mit Melania. Klum war damals eingeladen, da ihr damaliger Ehemann, Hairstylist Ric Pipino, für Melanias Frisur verantwortlich war. Über Trump sagt Klum rückblickend: „Er war damals einfach Donald, ein lustiger Typ. Jeder in New York kannte ihn.“ Heute sieht sie seine öffentliche Rolle jedoch deutlich kritisch.