Abschied nach 25 Jahren: Marco Girnth tauscht „SOKO Leipzig“ gegen Olivenernte

Nach einem Vierteljahrhundert endet für Marco Girnth ein Kapitel, das sein Leben geprägt hat. Der Schauspieler verabschiedet sich von der ZDF-Serie „SOKO Leipzig“ und steht am 30. Januar zum letzten Mal als Chefermittler Jan Maybach vor der Kamera. 25 Jahre, 518 Folgen – dann ist Schluss. Ein Abschied, der ihm sichtbar nahegeht.

Als die Dreharbeiten im vergangenen Sommer endeten, flossen viele Tränen. Girnth spricht offen von Wehmut und einem ambivalenten Gefühl. Für ihn wird mit der letzten Ausstrahlung endgültig klar, dass diese Zeit vorbei ist. Die Entscheidung habe er lange vor sich hergeschoben, immer wieder abgewogen. Doch irgendwann war für ihn klar: Nach so vielen Jahren brauche es einen Neuanfang.

Der 55-Jährige wollte nicht bis ins Rentenalter denselben Ermittler spielen. Wichtig war ihm, die Serie mit Würde zu verlassen – so, wie er die Rolle all die Jahre verkörpert hat. Nicht müde, nicht ausgelaugt, nicht als Figur, die man irgendwann nur noch aus Gewohnheit sieht. Genau deshalb zieht er jetzt die Reißleine.

Statt Drehplan und Blaulicht setzt Marco Girnth künftig auf Freiheit und neue Erfahrungen. Die gewonnene Zeit will er bewusst nutzen. Dinge tun, für die früher kein Platz war. Ein Beispiel dafür lieferte er bereits im vergangenen Jahr: Olivenernte in Italien. Bei einem Familienurlaub südlich von Siena campte er mit seiner Frau Katja Woywood und Sohn Niklas – und half spontan auf einem zehn Hektar großen Olivenhain mit. Einfach, weil es möglich war. Früher undenkbar.

 

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Публикация от Marco Girnth (@girnthmarco)

Ganz verabschieden wird sich Girnth von der Schauspielerei allerdings nicht. Serien wie „Praxis mit Meerblick“ und die Filmreihe „Frühling“ bleiben Teil seines Lebens. Außerdem wagt er sich weiter hinter die Kamera. Einen Kurzfilm hat er bereits realisiert, und wohin ihn dieser Weg führt, lässt er bewusst offen.

Am Freitag, den 30. Januar, um 21.15 Uhr im ZDF läuft sein letzter Auftritt bei „SOKO Leipzig“. Dann endet eine Ära – und eine neue beginnt. Ohne Dienstmarke, dafür mit Olivenzweig.