Dieses Urteil ist ein klarer Dämpfer. Oliver Pocher hat den Rechtsstreit gegen Christian Düren verloren. Das Landgericht Köln wies die Klage des 47-Jährigen ab. Damit steht fest: Pocher bleibt nicht nur ohne Erfolg, sondern muss auch sämtliche Kosten des Verfahrens tragen.
Der Prozess hatte bereits im November des vergangenen Jahres begonnen und sorgte von Anfang an für Aufmerksamkeit. Im Zentrum stand ein sensibles, privates Video, das einen heftigen Streit zwischen Pocher und seiner Ex-Frau Amira Aly zeigen soll. Pocher warf Düren vor, dieses Video in der Medienbranche verbreitet zu haben, um ihm gezielt zu schaden. Genau deshalb zog er vor Gericht.

Nun die Entscheidung: Am Mittwoch, dem 4. Februar, erklärte das Kölner Landgericht die Unterlassungsklage für unbegründet. Die Richter sahen die Argumentation der Klägerseite nicht als überzeugend an. Damit geht der Fall zunächst klar zugunsten von Christian Düren aus. Pocher hat allerdings noch einen Monat Zeit, um Revision einzulegen. Sollte er diesen Schritt gehen, würde sich das Oberlandesgericht Köln erneut mit dem Fall befassen.
Während der Verhandlungstage zeigte sich, dass die Beweislage für Pocher problematisch war. Mehrere Zeugen sagten aus, ohne seine Vorwürfe zu bestätigen. Unter ihnen war auch Annemarie Carpendale. Sie erklärte deutlich, dass sie ausschließen könne, das Video von Christian Düren erhalten zu haben. Zwar sei in der Branche darüber gesprochen worden, doch niemand, den sie kenne, habe den Clip tatsächlich gesehen.
Auch Filmproduzent Pierre Uebelhack widersprach der Darstellung Pochers. Er gab an, das Video nicht von Düren gezeigt bekommen zu haben und lediglich oberflächlich davon gehört zu haben. Christian Düren selbst hatte die Anschuldigungen von Beginn an zurückgewiesen.
Bereits während des Prozesses hatte der Richter die Klägerseite gefragt, ob man das Verfahren angesichts der Situation weiterführen wolle. Pochers Anwältin erklärte daraufhin, dass Düren auf öffentliche Äußerungen verzichtet habe, was aus ihrer Sicht zumindest ein Teilerfolg sei.
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Noch am Tag des Urteils meldete sich Oliver Pocher auf Instagram zu Wort. Er teilte dort eine Stellungnahme seiner Anwältin Sultan Balli-Bergmann, in der die Klageabweisung mit der prozessualen Beweislastverteilung erklärt wird. Pocher kommentierte dies in gewohnt ironischem Ton und sprach von „True Crime“, Prozessen und einer persönlichen Form von Gerechtigkeit. Auch eine sarkastische Spitze ließ er sich nicht nehmen.
Christian Düren reagierte ebenfalls, über ein Presseschreiben seines Anwalts Christian-Oliver Moser. Darin heißt es, Pocher sei mit einer öffentlichen Opfer-Täter-Darstellung gescheitert. Kein einziger der benannten Zeugen habe bestätigt, dass Düren ein für Pocher nachteiliges Video weitergegeben habe. Dürens Wunsch sei es, von Pocher künftig einfach in Ruhe gelassen zu werden.
Der juristische Schlagabtausch ist damit vorerst entschieden – mit einem klaren Ausgang.