„Das ist kein Spielplatz“ – Anna-Carina Woitschack geht bei Let’s Dance bewusst ins Risiko

Für Anna-Carina Woitschack beginnt ein neues Kapitel – und es hat nichts mit Studioaufnahmen oder Konzertbühnen zu tun. Mit 33 Jahren stellt sie sich der neuen Staffel von Let’s Dance und damit einem Format, das ihr alles abverlangt. Woche für Woche steht sie vor der Jury um Joachim Llambi, Jorge González und Motsi Mabuse – ohne jede Vorerfahrung im Standard- oder Lateintanz.

Lampfenfieber gehört für sie dazu. Genauso wie Neugier. Anna-Carina weiß, dass sie bei Let’s Dance bei null anfängt. Kein Sicherheitsnetz, keine Routine. Im Vergleich zu ihrem Dschungel-Abenteuer aus dem vergangenen Jahr fühlt sich diese Herausforderung anders an, aber keineswegs leichter. Während Australien vor allem mental an die Substanz ging, fordert das Parkett alles gleichzeitig: Körper, Kopf und Emotionen.

Gerade die klassischen Tänze machen ihr Respekt. Sie sind technisch, präzise, gnadenlos ehrlich. Jeder Fehler fällt auf. Und genau das übt eine besondere Faszination auf sie aus. Eleganz, Ausdruck, Kontrolle – Dinge, die sie bisher nur von außen bewundert hat. Dass sie ohne Tanzerfahrung antritt, sieht sie nicht als Nachteil. Im Gegenteil. Es ist der Reiz, bewusst die eigene Komfortzone zu verlassen.

Das Format begleitet sie schon seit Jahren als Zuschauerin. Jetzt selbst Teil davon zu sein, empfindet sie als Traum, der Realität geworden ist. Angst hat sie weniger vor den anderen Kandidaten als vor sich selbst. Schrittfolgen vergessen, körperlich an Grenzen kommen, im entscheidenden Moment den Rhythmus verlieren – das sind ihre größten Sorgen. Und natürlich die Urteile der Jury, die für ihre Direktheit bekannt ist.

Die Konkurrenz ist groß und bunt gemischt. Neben ihr wagen sich unter anderem Ross Antony, Bianca Heinicke, Simon Gosejohann, Gustav Schäfer, Esther Schweins, Nadja Benaissa, Sonya Kraus, Jan Kittmann, Milano, Joel Mattli, Willi Whey, Betty Taube und Vanessa Borck auf das RTL-Parkett. Jeder bringt seine eigene Geschichte mit, doch am Ende zählt nur, was auf der Tanzfläche passiert.

Nach Jahren im Musikgeschäft ist Let’s Dance für Anna-Carina ein kompletter Perspektivwechsel. Im Dschungel schweißten extreme Bedingungen die Gruppe zusammen. Jetzt geht es um Vertrauen zu genau einem Partner. Um Präzision statt Improvisation. Joachim Llambi sieht sie dabei nicht als Gegner, sondern als Messlatte. Sein Urteil soll kein Bremsklotz sein, sondern Ansporn. Ihr Ziel ist klar: wachsen, überraschen – und vielleicht nicht nur die Jury, sondern auch das Publikum für sich gewinnen.