„Man lebt in ständiger Angst“ – Katerina Jacob kämpft seit Jahren gegen die Krankheit.

Seit mehr als drei Jahren begleitet eine Diagnose ihr Leben wie ein Schatten. Katerina Jacob, bekannt aus Produktionen wie „Anna und ihr Untermieter“, musste sich mit einer besonders aggressiven Krebsform auseinandersetzen – dem sogenannten triple-negativen Brustkrebs, oft auch „Chamäleon-Krebs“ genannt. Eine Variante, die schwer aufzuspüren ist und jederzeit zurückkehren kann.

Die Behandlung liegt hinter ihr. Doch wirkliche Ruhe ist nicht eingekehrt. Die 67-Jährige beschreibt, dass die Sorge vor einem Rückfall immer mitschwingt. Jeder Kontrolltermin wird zur mentalen Belastungsprobe. In der Nacht davor findet sie kaum Schlaf. Die Gedanken kreisen unaufhörlich. Hoffnung und Angst existieren nebeneinander.

Immer wieder tauchen dieselben Fragen auf: Ist wirklich alles verschwunden? Verbirgt sich irgendwo doch noch etwas? Ist da vielleicht wieder ein Knoten? Dieses ständige Beobachten des eigenen Körpers gehört inzwischen zu ihrem Alltag. Auch der Gang in die Klinik bringt keine Erleichterung. Dort werde man unweigerlich mit den unterschiedlichsten Schicksalen konfrontiert, erzählt sie. Untersuchungen wie Mammografie, MRT oder PET-Scan lassen sie jedes Mal aufs Neue schwitzen – bis endlich die erlösenden Worte fallen: Alles in Ordnung.

Trotz dieser dauerhaften Anspannung hat sich in ihr etwas verändert. Früher blickte sie kritisch auf sich selbst. Heute spricht sie mit Wärme über ihren Körper. Er habe sie durch Chemotherapie und Bestrahlung getragen, habe durchgehalten, habe gekämpft. Aus Distanz wurde Verbundenheit.

Sie beschreibt ihren Körper inzwischen als Partner, als verlässlichen Begleiter. Robust, belastbar, fähig, Schmerzen zu ertragen – Eigenschaften, die sie früher so nicht gesehen habe. Erst die Krankheit habe ihr gezeigt, welches Wunder in ihr stecke. Ausgerechnet durch diese schwere Zeit habe sie gelernt, Frieden mit sich selbst zu schließen.