Am Wochenende stand Diane Kruger im Literaturhaus München auf der Bühne – nicht für einen Film, sondern für drei Geschichten aus der beliebten Animationsserie „Bluey“. Und schnell wurde klar: Für die 49-Jährige ist das mehr als nur ein Job.
Ihre siebenjährige Tochter Nova, die aus ihrer Beziehung mit Norman Reedus stammt, brachte sie einst auf die Serie. „In den USA ist ‚Bluey‘ längst ein Phänomen“, erzählte Kruger. Nova sei mit etwa drei Jahren völlig in diese Welt eingetaucht. Stofftiere, Bücher, sämtliche Staffeln – zu Hause fehlte nichts. Jede Folge wurde gemeinsam geschaut.
Besonders ins Herz geschlossen hat Kruger jedoch nicht die kleinen Hündinnen der Serie, sondern Vaterfigur Bandit. „Ich persönlich mag den Papa – Bandit – am liebsten“, sagt sie. Sie selbst sei ohne Vaterfigur aufgewachsen und wünsche sich für Nova genau dieses Bild eines liebevollen, verspielten Vaters. Auch im echten Leben sieht sie das erfüllt: Auf Instagram zeigt sie immer wieder Momente, die Norman Reedus als engagierten Papa zeigen. Was sie an der Serienfamilie begeistert: Konflikte werden durch Gespräche gelöst, nicht durch Strafen. Für Kruger ist das ein schönes Vorbild.
Die Begeisterung ihrer Tochter kennt dabei kaum Grenzen. Zu Halloween ging Nova als Bluey – inklusive australischem Akzent den ganzen Tag über. Kruger lacht, wenn sie davon erzählt.

Doch „Bluey“ bleibt nicht auf den Bildschirm beschränkt. Vorlesen gehört fest zum Alltag der Familie. „Wir lesen jeden Abend zusammen – das ist bei uns fast heilig“, erklärt sie. Inzwischen liest Nova sogar ihrer Mutter vor. Besonders die Bücher rund ums Thema Träume hätten früher eine große Rolle gespielt. Darin ging es um Kinder, die nachts aufwachen oder ins Bett der Eltern kommen. Nova habe diese Geschichten damals genau verstanden und stolz erklärt, worum es geht.
Für Kruger ist ihr Engagement bei „Bluey Book Reads“ ein echtes Herzensprojekt. Als sie vor etwa einem Jahr angefragt wurde, einige Voiceovers aufzunehmen, sei Nova begeistert gewesen. „Sie fand mich sofort die coolste Mama der Welt.“ Bis heute höre ihre Tochter manchmal ihre Stimme zum Einschlafen. Für Kruger ist klar: „Ich liebe ‚Bluey‘ einfach, weil es ehrlich, warm und lustig ist.“
Die Lesung im Literaturhaus München wurde aufgezeichnet und erscheint ab dem kommenden Wochenende auf dem YouTube-Kanal „Bluey – German Official Channel“. Den Auftakt macht „Baby Race“ am 1. März, gefolgt von „Grandma“ am 8. März und „Bedtime“ am 15. März.