„Unser Leben ist nicht mehr dasselbe wie vorher“ – Lisa Straube spricht offen mit Akka über die Krise, die nach dem Verlust ihres Kindes entstand.

Der 9. Februar 2026 begann wie jeder andere Tag. Für Lisa Straube und Furkan Akkaya, den viele nur als Akka kennen, sollte er jedoch alles verändern. Ihr Sohn Xavi starb plötzlich im Alter von nur vier Monaten. Ein Moment – und nichts war mehr wie zuvor.

Seitdem kämpfen die beiden Influencer nicht nur mit einem unfassbaren Verlust, sondern auch mit den Folgen, die ein solches Trauma für eine Ehe mit sich bringt. Ihr älterer Sohn Emilio, der so stolz auf seine Rolle als großer Bruder war, ist nun wieder Einzelkind. Für ihn versuchen Lisa und Akka stark zu bleiben. Sie wollen ihm Halt geben, Struktur, ein Stück Normalität. Doch hinter verschlossenen Türen sieht es anders aus.

Am 25. Februar veröffentlichte Lisa ein Schwarz-Weiß-Foto von sich und ihrem Mann. Darauf umarmen und küssen sie sich. Wann das Bild entstand, ist nicht bekannt. Was sie dazu schreibt, ist jedoch schonungslos ehrlich. Niemand in ihrem Umfeld habe jemals etwas Vergleichbares durchstehen müssen. Alles um sie herum fühle sich an, als würde es auseinanderbrechen – und trotzdem hielten sie zusammen.

Gleichzeitig gesteht sie, dass die Trauer Spuren hinterlassen hat. Wut, Schmerz, Überforderung – all das entlade sich manchmal auch gegeneinander. Es sei nicht immer leicht. Sie streiten. Doch sie fänden immer wieder zueinander zurück. Sie seien ein Team. Und die Liebe sei stärker als die Konflikte.

In einem besonders emotionalen Abschnitt richtet sie sich direkt an Akka. Während sie diese Zeilen schreibe, sitze er neben ihr. Sie sei den Tränen nah und unendlich dankbar für ihn. Ohne ihn und ohne Emilio, so sagt sie offen, würde sie all das nicht überstehen.

Schon während der Schwangerschaft mit Xavi war nichts selbstverständlich. Bereits im sechsten Monat bekam Lisa starke Wehen, der Muttermund war geöffnet. Damals wurde ihr gesagt, dass sie ihr Baby tot zur Welt bringen müsse, falls die Ärzte den Prozess nicht stoppen könnten. Die Wehen konnten schließlich aufgehalten werden, doch sie musste sich monatelang schonen und überwiegend im Bett bleiben.

Im September 2025 kam Xavi gesund zur Welt. Es wirkte, als hätten sie das Schlimmste hinter sich. Niemand konnte ahnen, dass nur vier Monate später alles enden würde. Xavi starb am plötzlichen Kindstod.

Nach Angaben des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit beschreibt der Begriff Sudden Infant Death Syndrome den unerwarteten Tod eines zuvor gesunden Babys oder Kleinkindes ohne erkennbare Ursache. Besonders häufig tritt dies zwischen dem zweiten und fünften Lebensmonat auf. Jungen sind etwas häufiger betroffen als Mädchen. Eine eindeutige einzelne Ursache konnte bislang nicht festgestellt werden. Vielmehr gehen Experten davon aus, dass mehrere Faktoren zusammenwirken.

Für Lisa und Akka bleiben Zahlen und Definitionen jedoch abstrakt. Für sie ist es ihr Sohn. Und ein Schmerz, der ihr Leben für immer verändert hat.