Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem öffentlichen Bruch spricht Boris Becker so offen wie selten über das Ende seiner Ehe mit Barbara Becker. In „The Louis Theroux Podcast“ schaut der 58-Jährige zurück – auf Fehler, Machtverhältnisse und die Folgen eines Skandals, der damals für weltweite Schlagzeilen sorgte.
Auslöser der Trennung war seine Affäre mit Angela Ermakova. Als bekannt wurde, dass aus dieser Beziehung Tochter Anna hervorgegangen war, zerbrach die Ehe mit Barbara, der Mutter seiner Söhne Noah und Elias. „Ich habe sie betrogen, da gibt es keinen Zweifel“, sagt Becker im Podcast und übernimmt klar die Verantwortung.

Die Scheidung, die folgte, war öffentlich und hart geführt. Details von damals seien heute nicht mehr alle präsent, erklärt er. Vieles sei im Laufe der Zeit verblasst. Entscheidend sei gewesen, wie die Öffentlichkeit die Situation bewertet habe. Er selbst sei klar als der Schuldige wahrgenommen worden.
Barbara habe dadurch eine starke Position gehabt, beschreibt Becker rückblickend die Dynamik. Sie habe eine hohe Abfindung erhalten. Gleichzeitig sei beiden bewusst geworden, dass niemand fehlerfrei sei.

Heute klingt Becker versöhnlich. Er spricht mit Respekt über seine Ex-Frau und bezeichnet sie als wunderbare Mutter seiner beiden ältesten Söhne. Trotz aller Verletzungen sei es ihnen gelungen, ein respektvolles Verhältnis aufzubauen.
Auch seine eigene Rolle als Vater betont er. Obwohl Noah und Elias nach der Trennung mit ihrer Mutter nach Miami zogen, habe er sich intensiv um sie gekümmert. Die räumliche Distanz habe daran nichts geändert.
25 Jahre später sieht Becker die Familie trotz aller Ereignisse als eng verbunden. Neben Noah und Elias gehört auch Anna zu seinem Leben – die Tochter aus der Affäre mit Angela Ermakova. Die Vergangenheit bleibt Teil seiner Geschichte, doch der Blick ist heute deutlich ruhiger.