Tom Kaulitz spricht offen über seine Angst – eine schwere Woche bringt ihn zum Nachdenken

In seinem Podcast hat Tom Kaulitz ein Thema angesprochen, das ihn in den vergangenen Tagen stark beschäftigt hat: den Tod. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Bill Kaulitz sprach der Musiker in einer neuen Folge von „Kaulitz Hills“ über eine Reihe erschütternder Ereignisse, die ihn emotional getroffen haben.

„Ich möchte heute etwas Ernsteres ansprechen. Ich hatte eine wirklich seltsame Woche“, beginnt Tom das Gespräch. Kurz zuvor war ein enger Freund völlig unerwartet gestorben. Kaum hatte er versucht, diesen Verlust zu verarbeiten, folgte der nächste Schock: Ein weiterer Freund musste wegen schwerer Herzprobleme ins Krankenhaus eingeliefert werden und verbrachte mehrere Tage auf der Intensivstation. Und als wäre das nicht genug, erreichte ihn kurz darauf die Nachricht vom Tod einer weiteren Person aus seinem Bekanntenkreis. „Was ist da gerade los?“, fragt Tom hörbar nachdenklich.

Die Häufung dieser Ereignisse brachte ihn dazu, über das Älterwerden nachzudenken. „Ist das vielleicht das Alter, in dem es anfängt? Dass Freunde und Bekannte sterben?“, überlegt er laut. Bill stimmt ihm zu und beschreibt diese Entwicklung als „schrecklich“.

Für Tom ist der Gedanke an den Tod besonders belastend. Er gibt offen zu, wie sehr ihn dieses Thema verunsichert. „Für mich gibt es nichts, was mir mehr Angst macht“, gesteht er. Besonders schwer fällt ihm die Vorstellung, dass Menschen, mit denen man noch vor Kurzem gesprochen hat, plötzlich nicht mehr da sind.

Der Musiker, der mit Model Heidi Klum verheiratet ist, erklärt, dass ihn vor allem die Endgültigkeit des Todes beschäftigt. „Du merkst plötzlich, wie schnell es passieren kann und wie endgültig es ist“, sagt er. Dieses Gefühl löse in ihm eine merkwürdige, allgegenwärtige Angst aus.

Bill hingegen sieht die Sache deutlich gelassener. Der Tokio-Hotel-Sänger erklärt, dass er keine Angst vor dem Tod habe. Für ihn liegt das daran, dass er ohnehin unvermeidlich sei. „Ich habe keine Angst davor, weil es so endgültig ist und man es sowieso nicht beeinflussen kann“, sagt er. Für Bill sei die eigentliche Tragik nicht der Tod selbst, sondern der Schmerz der Menschen, die zurückbleiben.

Tom bleibt dennoch nachdenklich. Wenn er darüber nachdenke, komme ihm vieles plötzlich sinnlos vor. „Kannst du dir vorstellen, dass deine Gedanken einfach verschwinden?“, fragt er seinen Bruder. Bill reagiert darauf mit einer überraschend positiven Perspektive. Für ihn mache gerade diese Endgültigkeit vieles leichter. Man könne das Leben intensiver genießen, weil alles nur einmal passiert.

Mitten in diesem ernsten Gespräch kommt Tom plötzlich auf eine ungewöhnliche Idee. Inspiriert von der Erfahrung seines Freundes, der wegen Herzproblemen im Krankenhaus lag und sich inzwischen wieder erholt hat, denkt er über ein Konzept nach, das Patienten emotional helfen könnte.

„Das ist für alle Erfinder da draußen“, sagt Tom im Podcast. „Das wäre eine großartige Idee für ‚Die Höhle der Löwen‘.“ Seine Idee: eine Möglichkeit zu schaffen, damit Haustiere ihre Besitzer im Krankenhaus besuchen können.

Derzeit sei das aus hygienischen Gründen in den meisten Kliniken verboten. Tom fragt sich jedoch, ob es dafür nicht eine technische Lösung geben könnte. „Gibt es nicht irgendeine sterile Konstruktion, so etwas wie ein Zelt, das man bauen könnte?“, überlegt er. Er ist überzeugt, dass der Kontakt zu Haustieren vielen Patienten Kraft geben könnte.

Bill unterstützt den Gedanken sofort und kritisiert das derzeitige Verbot. „Menschen sind auch nicht steril“, meint er und findet die Regelung übertrieben. Seine Idee wäre ein eigener Bereich im Krankenhaus, in dem Hunde erlaubt sind.

Tom denkt eher an eine technische Lösung. Vielleicht ein spezieller Transport, eine Tasche oder ein Wagen, der die Tiere hygienisch abgeschirmt ins Krankenhaus bringen könnte. Sollte jemand eine solche Idee tatsächlich umsetzen, zeigt sich der Musiker offen für eine Beteiligung. „Ich glaube, ich würde darin investieren“, sagt er am Ende.