Wolfgang „Wolle“ Petry zog sich vor rund 20 Jahren von der Bühne zurück, doch sein Name lebt weiter – vor allem durch seinen Sohn Achim Petry (31). In einem Podcast mit „Saunah Dran – mit Daniel Danger“ spricht Achim offen darüber, wie er seinen Weg zur Musik fand, warum er ihn zunächst ablehnte und warum die Entscheidung, den berühmten Bühnennamen zu übernehmen, für ihn so bedeutend wurde.
Als Sohn des Schlagerstars fiel es Achim lange schwer, selbst den Schritt auf die Bühne zu wagen. Wolfgang Petry (74) beendete 2006 nach 30 Jahren seine aktive Bühnentätigkeit. Zwar machte er weiterhin Musik, auf große Auftritte verzichtete er jedoch. Achim erinnert sich: „Ich habe das lange aufgeschoben, weil mein Vater ständig unterwegs war.“ Tourneen und Konzerte führten dazu, dass er seinen Vater oft vermisste. „Deshalb wollte ich das mit der Musik erst einmal nicht“, sagt Achim heute.
Dennoch blieb die Musik ein Teil seines Lebens. Erste Auftritte absolvierte Achim Remling, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, in einer Schulband an der Musikschule – sein Vater saß im Publikum. Achim erinnert sich genau an diesen Moment: Wolfgang Petry erschien „wie immer, in Jogginghose und Flip-Flops, in der ersten Reihe der Musikschule“. Drei Wochen später sprach sein Vater mit ihm über die Darbietung: „Achim, ich fand, was du gemacht hast, war sehr gut.“ Für Achim waren diese Worte „das größte Lob, das er mir geben konnte.“
Musikalisch waren Vater und Sohn zunächst nicht auf einer Linie. Wolfgang hätte sich gewünscht, dass Achim mit ihm Musik macht, doch Achim hatte andere Vorlieben. Er wandte sich zuerst Metal zu und schrieb zeitweise Werbejingles, bevor er schließlich doch in die Fußstapfen seines Vaters trat.

Die Entscheidung, den Bühnennamen Petry zu übernehmen, bezeichnet Achim als den entscheidenden Schritt seines Lebens. „Seit 20 Jahren trete ich als Petry auf. Das war die beste Entscheidung meines Lebens, weil ich einfach voll dahinterstehe“, betont der 51-Jährige. Besonders wichtig ist ihm, dass er seinen eigenen Stil leben kann. „Ich kann mein eigenes Ding machen, habe viel Freiheit und kann damit meinen Lebensunterhalt verdienen. Mehr braucht es nicht, um glücklich zu sein“, sagt Achim.