„Er hört einfach nicht auf“: Lola Weippert spricht über die Rückkehr ihres Stalker-Albtraums

Nach außen wirkt sie stark, frei und voller Energie. Doch hinter den schönen Bildern verbirgt sich eine Realität, die TV-Moderatorin Lola Weippert seit Jahren verfolgt. Ein fremder Mann belästigt sie ununterbrochen – und die Situation hat sich nun erneut zugespitzt.

Während Lola aktuell durch Australien reist und ihren über 770.000 Followern traumhafte Eindrücke von Stränden, Sonne und Freiheit zeigt, meldet sie sich plötzlich mit ernsten Worten. In einem Video macht sie deutlich, dass ein Thema sie seit langer Zeit begleitet und jetzt wieder akut geworden ist. Der Grund: tägliche Nachrichten eines Mannes, den sie nicht kennt, der aber glaubt, mit ihr in einer Beziehung zu sein.

Was die Situation besonders beängstigend macht, liegt in der Vergangenheit. Vor zwei Jahren hatte der Mann ihre Adresse herausgefunden. Ohne Vorwarnung stand er nachts vor ihrer Haustür in Berlin. Lola erzählt, dass sie ihn zuvor nie gesehen hatte. Dennoch war er überzeugt, sie gehöre zu ihm und sie müssten reden. Für diesen Moment war er ganze zehn Stunden angereist und hatte sogar im Park übernachtet, um in ihrer Nähe zu sein.

Obwohl Lola damals die Polizei verständigte, fühlte sie sich allein gelassen. Ihr wurde gesagt, es sei nichts passiert und der Mann solle einfach weggeschickt werden. Heute sagt sie offen, wie sehr sie diese Reaktion wütend macht. Ihrer Meinung nach ist es fatal, dass erst etwas passieren müsse, bevor Konsequenzen folgen.

Mit ruhiger Stimme, aber deutlich gezeichnet von der Belastung, erklärt Lola, dass sie diesem Menschen nie wieder begegnen möchte. Gleichzeitig sagt sie ehrlich, dass sie nicht garantieren kann, dass es nicht erneut dazu kommt. Denn der Mann findet immer wieder neue Wege, sie zu kontaktieren. Selbst wenn sie ihn blockiert, tauchen neue Accounts, neue Nachrichten, neue Kontaktversuche auf.

Ein besonders sensibles Thema spricht sie ebenfalls an. Über eine sogenannte Melderegisterauskunft könne es unter bestimmten Umständen möglich sein, an private Adressen zu gelangen. Teilweise reichten dafür Name und Stadt. Für Lola ist das schwer zu ertragen – vor allem, weil der Zugang zu solchen Daten kaum Hürden habe.

Statt zu schweigen, nutzt sie ihre Reichweite für eine klare Botschaft. Sie ruft dazu auf, sich über eine mögliche Auskunftssperre zu informieren, um persönliche Daten besser zu schützen. Behörden würden dann genauer prüfen, wer Zugriff erhält. Vor allem aber richtet sie sich an andere Betroffene. Niemand solle so etwas allein durchstehen oder auf die leichte Schulter nehmen.

Lola Weippert zeigt sich verletzlich, aber entschlossen. Ihre Offenheit macht deutlich, wie real und belastend Stalking sein kann – auch für Menschen, die nach außen hin stark wirken. Und sie sendet eine klare Botschaft: Wegsehen ist keine Lösung.