Wieder vor Gericht: Jens Lehmann streitet um 55.000 Euro und widerspricht heftig

Der Name sorgt erneut für Unruhe im Gerichtssaal. Jens Lehmann musste sich wieder mit juristischen Vorwürfen auseinandersetzen – diesmal geht es um Geld, Mietwagen und widersprüchliche Abmachungen. Am Mittwoch landete der Fall vor dem Landgericht München II.

Eigentlich sollten nur die Anwälte erscheinen. Doch dann tauchte Lehmann überraschend selbst auf – zugeschaltet auf dem großen Bildschirm im Sitzungssaal. Für viele Anwesende ein unerwarteter Moment. Der Ex-Nationaltorhüter meldete sich ruhig zu Wort und legte dem Richter seine Version der Geschichte dar.

Im Kern des Streits steht eine Forderung einer Autovermietung. Sie wirft Lehmann vor, Rechnungen für drei gemietete Fahrzeuge nicht beglichen zu haben. Zusätzlich geht es um angebliche Schäden an den Autos, die laut Klägerseite von Lehmanns Tochter verursacht worden sein sollen. Insgesamt steht ein Betrag von rund 55.000 Euro im Raum.

Lehmann widerspricht dieser Darstellung entschieden. Nach seiner Aussage sei von Anfang an klar gewesen, dass er die Fahrzeuge nicht gegen Bezahlung nutze. Stattdessen habe es eine Art Zusammenarbeit gegeben. Er schildert, dass er die Autovermietung im Gegenzug unterstützt habe, etwa durch Präsenz bei Fußballspielen, bei denen eingeladene Kunden von seiner Bekanntheit profitiert hätten.

Genau das bestreiten die Kläger. Aus ihrer Sicht habe es keine kostenlose Nutzung gegeben. Sie erklären, Lehmann habe lediglich die Möglichkeit erhalten, neue Kunden zu gewinnen und dafür einen Rabatt auf seine Mietkosten bekommen. Dieser Effekt sei jedoch gering gewesen und habe die offenen Beträge nicht ausgeglichen.

Eine Einigung kam vor Gericht nicht zustande. Die Positionen liegen weiterhin weit auseinander. Klar ist nur, dass der Fall noch nicht abgeschlossen ist. Weitere Zeugen sollen gehört werden, konkrete Termine dafür stehen bislang nicht fest.

Für Jens Lehmann ist es damit ein weiterer juristischer Konflikt, der ihn beschäftigt. Am Rande wurde zudem bekannt, dass es noch einen weiteren Rechtsstreit gibt – diesmal sogar mit seinem eigenen Anwalt. Ruhe kehrt für den früheren Torwart vorerst nicht ein.