Beim großen Wiedersehen nach dem Dschungelcamp wollte eigentlich Klarheit entstehen. Stattdessen eskalierte eine Debatte, die viele Zuschauer längst nicht abgeschlossen hatten. Im Mittelpunkt stand erneut Gil Ofarim – doch plötzlich geriet auch Moderatorin Sonja Zietlow ins Kreuzfeuer der Kritik.
In der Live-Show kam die Davidstern-Affäre erneut zur Sprache. Während Gil auf dem Sofa auffällig ruhig blieb, ergriff Mitcamperin Ariel offen das Wort. Vor Publikum und Kameras sagte sie klar, sie habe erwartet, dass Gil sich endlich eindeutig zu dem Skandal äußert. Viele Zuschauer nickten innerlich mit. Doch bevor Gil selbst reagieren konnte, meldete sich Sonja Zietlow zu Wort – und genau dieser Moment ließ die Stimmung kippen.

Die Moderatorin widersprach Ariels Aussage deutlich. Gil sei nicht wegen der Affäre ins Camp gekommen, stellte sie klar, sondern weil er bereits jahrelang als Musiker angefragt worden sei. Der Skandal, so ihr Eindruck, habe vor allem in den Köpfen der anderen Kandidaten eine zentrale Rolle gespielt – nicht bei seiner Teilnahme selbst. Worte, die für viele wie eine offene Verteidigung klangen.
Ariel zeigte sich davon sichtlich enttäuscht. Sie erklärte, sie hätte sich gewünscht, dass Gil ihr diese Einordnung selbst ins Gesicht sagt. Doch Sonja blieb präsent, argumentierte weiter und warf mehreren Mitcampern vor, feste Erwartungen an Gils Verhalten im Camp gehabt zu haben. Er habe gearbeitet, sei höflich und zurückhaltend gewesen, habe aber schlicht nicht liefern können, was andere von ihm verlangt hätten.

Während Gil weiterhin schwieg, verlagerte sich der eigentliche Streit ins Netz. Auf dem offiziellen Instagram-Kanal der Sendung explodierten die Kommentare. Viele Nutzer kritisierten Sonja Zietlow scharf, sprachen von einer „Schleimspur“ und monierten, eine Moderatorin solle nicht Partei ergreifen. Besonders häufig fiel der Vorwurf, Sonja habe für Gil genau die Antworten geliefert, die er selbst verweigert habe. Nur vereinzelt gab es Zuspruch mit Kommentaren wie: Sonja habe es auf den Punkt gebracht.
Zusätzlichen Zündstoff brachte die Diskussion um ein Interview mit dem Hotelmitarbeiter Markus W. Zahlreiche Zuschauer griffen dessen Aussagen in den Kommentaren auf. Viele teilten die Ansicht, dass Gil durch seinen Dschungelcamp-Auftritt und die angedeuteten Zweifel an den damaligen Ermittlungen alte Wunden wieder geöffnet habe.
Ein Kommentar fasste die Stimmung vieler zusammen: Es gehe nicht darum, ob sich jemand entschuldigt habe, sondern darum, dass durch neue Zweifel alles erneut infrage gestellt werde. Das schade den Betroffenen und lasse das damalige Geständnis unglaubwürdig erscheinen. Für viele Fans ist genau das der Kern des Problems – und der Grund, warum die Debatte auch nach dem Wiedersehen nicht zur Ruhe kommt.