Was ursprünglich ein Moment voller Liebe und Freude sein sollte, entwickelte sich für den deutschen Amateur-Schiedsrichter Pascal Kaiser (29) zu einer schwierigen Erfahrung. Ende Januar machte Pascal seinem Partner vor 50.000 Zuschauern im Rhein-Energie-Stadion des 1. FC Köln einen Heiratsantrag. Der rührende Moment ging schnell viral und erhielt viel positive Aufmerksamkeit. Doch leider nahm die Geschichte eine unerwartete Wendung.
In einem erschütternden Instagram-Post teilte Pascal ein Bild von sich, das ihn mit blutunterlaufenen Augen und Prellungen im Gesicht zeigte – die Folgen eines Vorfalls, bei dem er in der Nacht auf Samstag vor seinem Haus angegriffen wurde. Laut seinen Angaben warf eine Gruppe von Unbekannten Steine auf sein Haus, um ihn herauszulocken, bevor sie ihm Schaden zufügten. Pascal musste daraufhin ärztlich versorgt werden.

Zusätzlich gab es einen weiteren Vorfall am darauffolgenden Dienstag vor seiner Haustür. Laut Polizei wurden inzwischen zwei Anzeigen wegen Körperverletzung eingereicht. Pascal hatte zudem bereits vor den Vorfällen Drohnachrichten mit homophoben Beleidigungen und Gewaltandrohungen erhalten. Diese Vorfälle zeigen, wie sehr die Situation für den Schiedsrichter eskaliert ist.

Trotz dieser schwierigen Erfahrungen erhält Pascal große Unterstützung aus der Öffentlichkeit. Viele haben sich solidarisch mit ihm gezeigt und verurteilen die Ereignisse. Sophie Koch, die Queerbeauftragte der Bundesregierung, äußerte ihre Bestürzung: „Pascal wurde Opfer von Gewalt, die aus Hass resultiert. Wir müssen uns gegen jede Form von Diskriminierung stellen.“ Sie rief dazu auf, sowohl verbale als auch körperliche Gewalt zu verurteilen.
Der Vorfall überschattet einen ansonsten schönen Moment. Der Heiratsantrag am 30. Januar, bei dem Pascal vor einer jubelnden Menge um die Hand seines Partners bat, hätte eine rein positive Erinnerung bleiben sollen. Leider ist Homophobie im Profisport, insbesondere im Fußball, immer noch ein Thema, was diesen schönen Moment überschattet. Der 1. FC Köln stellte sich jedoch klar hinter Pascal und verurteilte das Geschehene: „Der Hass hinter dieser feigen Handlung zeigt, wie wichtig unser Engagement gegen Gewalt ist“, sagte der Verein öffentlich.