Stephanie Stumph zwischen Kamera und Kinderzimmer: Wie sie ihren Alltag neu organisiert

Für Stephanie Stumph fühlt sich der Start der neuen Staffel von Der Alte ganz anders an als früher. Dieses Mal verbindet sie mit den Dreharbeiten nicht nur ihre Rolle als Kommissarin Annabell Lorenz, sondern auch eine sehr persönliche Zeit, die ihr Leben nachhaltig geprägt hat.

Während viele Zuschauer die fertigen Szenen sehen, lief hinter den Kulissen eine ganz eigene Geschichte ab. Stephanie Stumph stand bis in den achten Monat ihrer Schwangerschaft vor der Kamera. Dreharbeiten bedeuteten für sie in dieser Phase nicht nur Textlernen und Konzentration, sondern auch körperliche Anstrengung und eine ganz neue Art von Organisation. Trotzdem entschied sie sich bewusst dafür, weiterzuarbeiten.

Kaum war ihr zweiter Sohn im September geboren, ging es für sie auch schon wieder zurück ans Set. Nur wenige Wochen lagen zwischen Geburt und dem nächsten Drehtag. Für sie war das keine leichte Entscheidung, sondern ein bewusster Schritt. Sie wollte zeigen, dass beides möglich ist – Familie und Beruf, auch wenn es Kraft kostet.

Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben oft. Ihren kleinen Sohn nahm sie zeitweise sogar mit zu den Dreharbeiten. Momente, die sie auch mit ihren Followern teilte. Für viele wirkt das bewundernswert, doch Stephanie Stumph selbst spricht offen darüber, dass dieser Alltag alles andere als einfach ist.

Sie beschreibt, dass es Tage gibt, an denen sie nicht weiß, wie sie alles unter einen Hut bekommen soll. Termine müssen koordiniert werden, Kinder brauchen Aufmerksamkeit, und gleichzeitig fordert der Job volle Präsenz. Dieses ständige Wechseln zwischen Rollen kann anstrengend sein – und genau darüber spricht sie ohne Beschönigung.

Besonders lebendig schildert sie den Alltag mit ihrem dreieinhalbjährigen Sohn. Mit einem humorvollen Unterton nennt sie ihn ihren „Final Boss“. Hinter diesem Begriff steckt mehr als nur ein Scherz – er zeigt, wie intensiv der Alltag mit kleinen Kindern sein kann. Es geht um Geduld, klare Grenzen und immer wieder darum, sich auf neue Situationen einzustellen.

Auch im Zusammenleben mit ihrem Partner Florian Santner zeigt sich, wie unterschiedlich Herangehensweisen sein können. Sie selbst merkt, dass sie oft nachgiebiger ist, während er in manchen Momenten eine andere Autorität mitbringt. Für sie ist das kein Problem, sondern Teil eines dynamischen Gleichgewichts, das sich mit der Zeit weiterentwickeln wird.

Ein Thema, das sie besonders beschäftigt, ist der fehlende Raum für Ruhe. In ihrem aktuellen Leben gibt es kaum Momente, in denen einfach nichts passiert. Genau diese Augenblicke vermisst sie. Für sie bedeutet Langeweile nicht Stillstand, sondern die Möglichkeit, neue Gedanken entstehen zu lassen. Kreativität, sagt sie, brauche genau diesen Raum.

Aus Erfahrung weiß sie jedoch, dass sich Lebensphasen verändern. Mit ihrem ersten Sohn hat sie bereits erlebt, wie sich der Alltag mit der Zeit wieder etwas entspannt. Sie geht davon aus, dass auch jetzt irgendwann wieder mehr Ruhe einkehren wird – vielleicht in ein bis zwei Jahren.

Trotz aller Herausforderungen bleibt für Stephanie Stumph eines klar: Sie möchte beides – ihre Familie und ihren Beruf. Und auch wenn der Weg dorthin manchmal anstrengend ist, fühlt es sich für sie richtig an. Sie nimmt die Herausforderungen an, wächst mit ihnen und gestaltet ihren Alltag so, wie er für sie und ihre Familie passt.

Die neue Staffel von „Der Alte“ läuft seit dem 3. April zur Primetime im ZDF. Die neuen Folgen sind bereits in der Mediathek verfügbar.