Vanessa Mai (33) öffnet ihr Herz und blickt auf die Anfangsjahre ihrer Karriere zurück – und dabei wird schnell klar: Ein bestimmter Vergleich hat sie lange Zeit beschäftigt. In einem Interview mit „Die neue Frau“ erzählt die Sängerin von einem Moment, der sie als Jugendliche prägte. Ihre Mutter hatte sie heimlich zu einem Gesangswettbewerb angemeldet, als sie gerade mal 14 Jahre alt war. Vanessa wollte unbedingt auf die Bühne, hatte aber die ganze Zeit über mit Selbstzweifeln zu kämpfen. „Mein Auftritt war schlecht!“, gesteht die Sängerin offen.
Einige Jahre später, als sie mit dem Hit „Wolke 7“ den großen Durchbruch schaffte, stand sie plötzlich im Rampenlicht – doch damit kamen auch ständige Vergleiche, die sie nie wollten. Der häufigste davon: Vanessa sei die „neue Helene Fischer“ (41). Ein Vergleich, der auf den ersten Blick wie ein Kompliment klingt, für Vanessa aber alles andere als schmeichelhaft war. „Ich wollte Vanessa sein und keine zweite Helene!“, betont sie im Interview. Der ständige Verweis auf ihre Kollegin schien ihre eigene Identität in den Hintergrund zu drängen.

Doch heute blickt sie entspannter auf diese Zeit zurück. „Der Vergleich hat mir letztlich sogar geholfen“, sagt sie mittlerweile. Der ständige Medienfokus und die Aufmerksamkeit, die mit dem Vergleich einhergingen, gaben ihrer Karriere einen zusätzlichen Schub und machten sie noch sichtbarer. Dennoch stellt sie unmissverständlich klar: „Zwischen mir und Helene steht nichts.“
Trotz der früheren Frustration hegt Vanessa einen tiefen Respekt für Helene Fischer. Sie bewundert ihre Kollegin und hebt hervor, dass beide in einer Zeit groß geworden sind, in der der Schlager noch eine breite, deutschlandweite Bekanntheit ermöglichte. Im Vergleich zur heutigen Generation von Künstlern, die sich durch die Flut von Social Media und Streaming-Diensten kämpfen müssen, fühlt sie sich glücklich, ihren eigenen Weg gefunden zu haben. Vanessa weiß, wie hart es ist, sich in der modernen Musiklandschaft zu behaupten, und sie betont, dass es gerade heute für Musiker eine viel größere Herausforderung ist, sich dauerhaft einen Platz im Rampenlicht zu sichern.
