„Es geht um Musik – nicht um Politik“: Sarah Engels setzt beim ESC auf klare Botschaft

Sarah Engels will es noch einmal wissen. Am 28. Februar tritt die 33-Jährige in Berlin beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest an – mit ihrem Song „Fire“. Ziel: Das Finale im Mai in Wien.

Dass der Titel ESC-Potenzial hat, sei von Anfang an klar gewesen, erzählt sie. Der Song entstand erst vor wenigen Monaten, doch die Richtung stand früh fest. „Das war direkt unsere Intention. Umso schöner, dass es letztendlich dann auch geklappt hat“, sagt sie über die Bewerbung.

 

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Публикация от Sarah Engels (@sarellax3)

Mit „Fire“ möchte Engels mehr als nur eine eingängige Melodie liefern. Für sie muss ein ESC-Beitrag Menschen mitreißen – egal ob Ballade oder tanzbarer Track. Ihr Song erzählt von der Befreiung aus einer toxischen Situation und davon, das eigene innere Feuer wiederzufinden. Gerade Frauen würden dieses Gefühl kennen, sich selbst zu verlieren, erklärt sie. Man fühle sich wie hinter einer Glaswand – unsichtbar, ungehört. Und dann komme der Moment, in dem die eigene Kraft zurückkehrt.

Auch auf der Bühne hat sie klare Vorstellungen. Tänzerinnen und Tänzer sollen die Themen Feuer, Selbstbestimmung und Frauenpower visuell unterstreichen. Inspiration holt sie sich unter anderem bei Loreen. Deren Auftritt mit „Euphoria“ bewundert sie bis heute – ein Song, der bleibe und eine besondere Aura transportiere.

Die Konkurrenz beim Vorentscheid sieht Engels gelassen. Sie beschreibt ihre Mitbewerber als sympathisch und talentiert. Bekanntheit allein bringe beim ESC keinen Vorteil, betont sie. „Musikalisch sind wir alle auf einer Ebene und alle auf Augenhöhe.“

Rückhalt bekommt sie vor allem aus der Familie. Ihr Mann unterstützt sie im Alltag mit den Kindern, damit sie trainieren und proben kann. Tochter Solea und Sohn Alessio fiebern ebenfalls mit und geben ihr ehrliches Feedback. Für Engels ist klar: Wenn ihre Familie im Publikum sitzt, gibt ihr das zusätzliche Stärke. Sie bezeichnet sich selbst als absoluten Familienmenschen.

Sollte sie den Vorentscheid gewinnen, würde sie sich besonders auf Wien freuen. Österreich habe sie schon öfter besucht, die Stadt sei wunderschön, sagt sie.

Den Eurovision Song Contest verfolgt Engels seit ihrer Kindheit. Früher saß sie mit ihrer Familie vor dem Fernseher und diskutierte über die Auftritte. Für sie steht fest: „Musik ist ein verbindendes Element und die Musik soll an diesem Abend im Vordergrund stehen.“ Politische Debatten rund um den Wettbewerb betrachtet sie zurückhaltend. Der ESC sei eine Musikveranstaltung, bei der Künstler ihre Geschichten erzählen. In einer Welt voller negativer Nachrichten könne Musik zumindest für einen Moment verbinden und ablenken.