Schauspielerin Michaela May spricht ungewöhnlich offen über ein Thema, das viele Menschen beschäftigt: finanzielle Sicherheit im Alter. In der ARD-Vorabendserie „Watzmann ermittelt“ übernimmt die 73-Jährige eine Gastrolle, die genau dieses Problem in den Mittelpunkt stellt.
In der Episode „Die graue Lola“ verkörpert sie die Rentnerin Rita Fischer, die in einem Seniorenheim lebt. Um sich den Aufenthalt dort weiterhin leisten zu können, greift ihre Figur immer wieder zu verzweifelten Mitteln. Für Michaela May ist diese Geschichte mehr als nur eine Rolle – sie spiegelt eine Realität wider, die sie auch im echten Leben beobachtet.

Die Schauspielerin sagt, dass sie das Thema Altersarmut sehr beschäftigt. Ein Blick in ihr eigenes berufliches Umfeld reiche oft schon aus, um zu erkennen, wie schwierig die Situation für manche Menschen werden kann. Gerade im Schauspielberuf sei es nicht selbstverständlich, langfristig finanziell abgesichert zu sein.
Viele Kolleginnen und Kollegen würden zwar in erfolgreichen Zeiten gut verdienen, doch ohne rechtzeitige Vorsorge könne es später schwierig werden. Wer sich früh nicht um Rücklagen kümmere, müsse im Alter möglicherweise mit finanziellen Problemen rechnen.
Für sich selbst sieht Michaela May die Situation dennoch dankbar. Die Münchnerin, die am 18. März ihren 74. Geburtstag feiert, sagt, sie sei zufrieden mit dem, was sie habe. Für sie gehe es vor allem um eine stabile Grundlage im Leben.

Drei Dinge sind ihr besonders wichtig: eine eigene Wohnung, gute Freunde und Gesundheit. Wenn diese Voraussetzungen vorhanden seien, könne man ruhig schlafen und das Leben genießen. Gleichzeitig betont sie aber auch, dass finanzielle Sicherheit im Alter nicht unterschätzt werden dürfe.
Gerade deshalb berührt sie die Geschichte ihrer Serienfigur besonders. In der Episode wird deutlich, wie schwierig es für ältere Menschen werden kann, wenn die Lebenshaltungskosten steigen, während Renten kaum wachsen.

Für Michaela May zeigt diese Handlung eine Realität, mit der viele Seniorinnen und Senioren konfrontiert sind. Wenn zusätzlich familiäre Unterstützung fehlt, könne die Situation schnell belastend werden.
Die Folge „Watzmann ermittelt – Die graue Lola“ läuft am Mittwoch, den 4. März, um 18:50 Uhr im Ersten. Sie ist zugleich das Finale der sechsten Staffel der Serie.
Nur eine Woche später startet bereits die siebte Staffel mit vier neuen Episoden. Den Auftakt bildet die Folge „Nur der Berg zählt“, in der es um den Tod eines Bergführers geht. Wie gewohnt werden alle Episoden nach der TV-Ausstrahlung auch in der ARD-Mediathek verfügbar sein.