Sarah Connor spricht offen über Ehekrise mit Florian Fischer – und über Gedanken, die selbst ihr Mann nicht lesen darf

Die große Bühne wartet bereits. Bald steht Sarah Connor wieder vor Tausenden Menschen, doch diesmal bringt sie mehr mit als nur eingängige Songs. Hinter den neuen Liedern steckt eine Geschichte, die für die Sängerin emotionaler kaum sein könnte.

Die 45-Jährige bereitet sich derzeit auf ihre kommende Arena-Tour vor, die am 13. März startet. Für Connor bedeutet diese Tour jedoch nicht nur ein musikalisches Comeback vor großem Publikum. Viele der neuen Stücke stammen aus einer Zeit, die sie selbst als besonders verletzlich beschreibt.

Im Gespräch mit Apple Music am 2. März 2026 sprach die Musikerin ungewöhnlich offen über ihre Nervosität. Vor allem der Moment, in dem sie ihr Publikum zum ersten Mal mit den sehr persönlichen Texten ihres dritten deutschsprachigen Albums „Freigeistin“ konfrontiert, bereitet ihr Respekt.

„Es ist sehr, sehr, sehr persönlich“, sagt Connor ehrlich. Einige Songs hätten sie sogar während der Proben emotional überfordert. Zwei Titel habe sie lediglich zweimal durchgesungen, weil sie beim Proben kaum die Kontrolle über ihre Gefühle behalten konnte.

Besonders intensiv ist für sie das Lied „Zusammen sind wir weniger kaputt“. Der Song führt direkt zurück in eine schwierige Phase ihrer Ehe mit Florian Fischer. Die Beziehung des Paares stand damals vor rund fünf Jahren stark unter Druck.

Für Connor bedeutet es heute, diese Zeit musikalisch noch einmal zu durchleben. Beim Singen erinnere sie sich an die Verletzlichkeit dieser Phase – und daran, wie unglücklich sie sich damals gefühlt habe. Dass diese Gefühle nun öffentlich in ihren Liedern auftauchen, empfindet sie als mutigen Schritt.

Doch die Sängerin gewährte noch tiefere Einblicke in ihre Gedankenwelt. Neben der Musik gibt es für sie einen ganz privaten Ort, an dem sie alles festhält, was sie beschäftigt: ihren Computer.

Dort sammelt Connor Notizen und Texte, die sie bewusst vor allen anderen schützt – sogar vor ihrem Ehemann. „Ich habe einmal zu meinem Mann gesagt: Schau nicht auf meinen Computer. Schau da nicht rein. Das willst du gar nicht sehen“, erzählt sie offen.

In diesen Dateien liegen Gedanken, die sie selbst manchmal erschrecken. Connor beschreibt sie als sehr dunkle Momente, die sie beim Schreiben festgehalten hat. Wenn sie später ihre eigenen Texte liest, fragt sie sich gelegentlich sogar, ob sie vielleicht vor allem dann schreibt, wenn sie unglücklich ist.

Für die Musikerin scheint das Schreiben eine Art Ventil zu sein. Auf diese Weise verarbeitet sie Emotionen, Zweifel und belastende Gedanken, die sonst keinen Platz finden würden.

Mit einer Portion schwarzem Humor blickt Connor heute auf diese Sammlung persönlicher Texte. Einmal scherzte sie sogar, man könne daraus eines Tages ein Buch machen. Gleichzeitig stellt sie beim späteren Lesen oft fest, dass vieles rückblickend weniger dramatisch wirkt, als es sich in dem Moment angefühlt hat.

Am Ende überwiegt für sie ein anderer Gedanke: Wenn sie ihre Gefühle offen teilt, kann das vielleicht auch anderen helfen. Connor ist überzeugt, dass viele Menschen ähnliche Krisen erleben – in Beziehungen, in Familien oder im eigenen Inneren.