Für den Sänger Der Graf von Unheilig waren die vergangenen Monate von tiefem Schmerz geprägt. Innerhalb von nur drei Monaten verlor der Musiker sowohl seinen Vater als auch seine Mutter. Jetzt spricht der 56-Jährige erstmals offen darüber, wie sehr ihn diese Zeit getroffen hat.
Sein Vater starb Ende 2025 – mitten während der letzten Tournee. Nur wenige Wochen später folgte der nächste schwere Schlag. Zu Beginn des neuen Jahres erhielt er die Nachricht, dass auch seine Mutter nicht mehr lange leben würde. Für den Sänger brach in diesem Moment eine Welt zusammen.

Der Verlust seines Vaters traf ihn besonders hart, weil alles so plötzlich geschah. Er hatte keine Möglichkeit mehr, sich zu verabschieden. Der Tod kam unerwartet und ließ ihm kaum Zeit, das Geschehene zu begreifen.
Trotz der Trauer entschied sich Der Graf, weiterhin aufzutreten. Er stand auf der Bühne, gab Konzerte und erfüllte seine Verpflichtungen. Für ihn wurde die Musik zu einem Weg, mit dem Schmerz umzugehen und die Situation Schritt für Schritt zu verarbeiten.
Bereits im November 2025 hatte er seiner Mutter musikalisch ein sehr persönliches Geschenk gemacht. Der Song „Mein Löwe“ ist ihr gewidmet. Der Titel spielt auf ihr Sternzeichen Löwe an und darauf, dass sie ihn im Leben immer mit großer Stärke unterstützt habe.

Die Arbeit an diesem Lied war für ihn emotional besonders intensiv. Die Texte entstanden, wie er erzählt, unter Tränen. Er wollte seine Gefühle dabei bewusst nicht zurückhalten, sondern alles ehrlich und direkt ausdrücken.
Kurz bevor die Dreharbeiten zur VOX-Sendung „Sing meinen Song“ im Februar in Südafrika beginnen sollten, erhielt er die Nachricht, dass sich der Zustand seiner Mutter weiter verschlechtert hatte. Zunächst entschied er sich, seine Teilnahme abzusagen.
Erst nach Gesprächen mit seiner Familie und mit Unterstützung des Produktionsteams überlegte er es sich noch einmal anders. Heute ist er überzeugt, dass ihm genau diese Erfahrung geholfen hat, mit dem Verlust umzugehen.

In der Woche vor seiner Abreise besuchte er seine Mutter noch ein letztes Mal. Er wollte sich bedanken und verabschieden, weil er spürte, dass es möglicherweise das letzte Treffen sein könnte. Ihre Reaktion überraschte ihn: Sie fragte ihn, ob er wegen ihr etwa alles absagen wolle.
Am Tag vor seiner Abreise starb sie schließlich. Für Der Graf bleibt dieser Moment unvergesslich. Mit einem leichten Lächeln sagt er heute, dass es typisch für seine Mutter gewesen sei – selbst in ihren letzten Stunden habe sie noch an ihn gedacht.