Die Situation spitzt sich weiter zu. Nach den schweren Vorwürfen gegen Christian Ulmen zieht nun auch seine eigene Produktionsfirma klare Konsequenzen – und sendet damit ein unübersehbares Signal.
„Pyjama Pictures“ hat sich öffentlich von dem Schauspieler distanziert. In einer Erklärung, die auf Instagram veröffentlicht wurde, zeigen sich die Mitarbeitenden tief erschüttert über die Anschuldigungen. Die Worte sind deutlich: Man sei schockiert und bestürzt über das, was bekannt geworden ist.
Hintergrund sind die Vorwürfe von Collien Fernandes, die Ende 2023 in Spanien eine Strafanzeige gegen ihren Ex-Partner eingereicht haben soll. Dort laufen derzeit sogenannte Vorermittlungen. Das bedeutet, dass geprüft wird, ob es zu einer Anklage kommt oder nicht. Eine Entscheidung steht noch aus. Für Christian Ulmen gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.
Trotzdem reagiert das Unternehmen schnell. In der Stellungnahme betonen die Verantwortlichen, dass ihnen die geschilderten Ereignisse zuvor nicht bekannt gewesen seien. Gleichzeitig sprechen sie Collien Fernandes ihre volle Unterstützung aus und zeigen sich solidarisch mit allen Betroffenen von Gewalt – unabhängig davon, in welcher Form sie geschieht.

Besonders deutlich wird die Firma, wenn es um die Zukunft geht. Christian Ulmen soll seine Anteile an „Pyjama Pictures“ zurückgeben. Gespräche dazu laufen bereits. Ziel sei es, das Unternehmen zu schützen und eine klare Trennung zu schaffen. Schon seit Mai 2023 gehört Ulmen zudem nicht mehr zur Geschäftsführung.
Auch inhaltlich zieht die Produktionsfirma Konsequenzen. Neue Projekte mit ihm als kreativer Kopf sind derzeit nicht geplant. Damit setzt das Unternehmen einen klaren Schnitt – zumindest für die kommenden Produktionen.

Die Auswirkungen sind bereits spürbar. Die Serie „jerks.“, an der „Pyjama Pictures“ beteiligt war, wurde von der Streaming-Plattform Joyn entfernt. Der Sender begründet diesen Schritt mit der aktuellen Lage.
Von Christian Ulmen selbst gibt es bislang keine ausführliche öffentliche Stellungnahme. Über seine Anwälte ließ er mitteilen, dass die Vorwürfe auf einer einseitigen Darstellung basieren und nicht der Wahrheit entsprechen sollen. Weitere Schritte werden angekündigt, Details bleiben jedoch offen.
Wie sich die Situation weiterentwickelt, ist derzeit unklar. Die Ermittlungen laufen, Entscheidungen stehen noch aus. Fest steht jedoch: Die Reaktionen aus seinem beruflichen Umfeld zeigen, wie ernst die Lage eingeschätzt wird.