Lola Weippert spricht Klartext: Warum muss ein Nein ständig erklärt werden?

Lola Weippert spricht ein Thema an, das viele kennen, aber nur wenige laut aussprechen. Die Moderatorin und Influencerin kritisiert den gesellschaftlichen Druck rund um Alkohol — und trifft damit offenbar einen Nerv. Auf Instagram macht die 30-Jährige deutlich, wie absurd sie es findet, dass Menschen sich erklären müssen, wenn sie keinen Alkohol trinken wollen.

In ihrem Beitrag zeigt Lola mehrere Bilder, die genau diese typischen Situationen aufgreifen. Darauf geht es um Sätze und Reaktionen, die viele schon gehört haben dürften, sobald sie ein Glas ablehnen. Mal wird nach einer möglichen Schwangerschaft gefragt, mal fällt ein Spruch wie „Du Spielverderber“. Für Lola ist genau das der Punkt: Nicht der Verzicht wird einfach akzeptiert, sondern sofort kommentiert.

Ihre Botschaft beginnt sie mit einem Satz, der sitzt. „Alkohol ist die einzige Droge, bei der du dich rechtfertigen musst, wenn du sie NICHT nimmst“, schreibt sie. Damit stellt sie nicht nur eine persönliche Beobachtung in den Raum, sondern greift eine Gewohnheit an, die in vielen Freundeskreisen, auf Partys und bei gesellschaftlichen Anlässen längst normal wirkt.

Je älter sie werde, desto befremdlicher finde sie diesen Umgang, erklärt Lola weiter. Für sie ist es nicht mehr nachvollziehbar, warum ein schlichtes Nein beim Thema Alkohol so oft nicht reicht. Stattdessen folgen Nachfragen, Sticheleien oder kleine Versuche, die Person doch noch zu überreden.

Die Moderatorin zählt typische Sätze auf, die viele sofort wiedererkennen werden: „Oh komm, nur ein Glas.“ „Sei doch nicht so langweilig.“ „Heute kannst du doch eins trinken.“ „Warum trinkst du nicht?“ „Bist du schwanger?“ Genau diese Reaktionen bringen Lola zum Nachdenken. Sie fragt sich, warum solche Kommentare überhaupt so selbstverständlich geworden sind.

Dabei geht es ihr nicht darum, anderen Menschen etwas vorzuschreiben. Ihr Punkt ist ein anderer: Wer keinen Alkohol trinken möchte, sollte dafür keine Erklärung liefern müssen. Ob aus gesundheitlichen Gründen, wegen persönlicher Erfahrungen, aus Überzeugung oder einfach, weil man gerade keine Lust hat — die Entscheidung sollte respektiert werden.

Lola beschreibt auch, wie präsent Alkohol in vielen sozialen Situationen ist. Er gehört scheinbar automatisch zu Partys, Dates, Feiern oder Networking-Events. Wer mittrinkt, fällt nicht auf. Wer Wasser bestellt, wird dagegen schnell angeschaut, als würde er gegen eine unsichtbare Regel verstoßen.

Genau diese Schieflage kritisiert sie. Während übermäßiger Konsum oft weggelächelt oder sogar als Teil des Spaßes verstanden wird, wird ein nüchterner Lebensstil immer wieder hinterfragt. Für Lola ist das ein gesellschaftlicher Reflex, der dringend überdacht werden sollte.

Besonders deutlich wird sie, wenn sie über die Reaktionen auf ein alkoholfreies Getränk spricht. „Und trotzdem wirst du komisch angeschaut, wenn du einfach Wasser bestellst“, merkt sie an. Der Satz wirkt schlicht, aber er fasst das Problem ziemlich genau zusammen: Nicht das Trinken wird erklärt, sondern das Nichttrinken.

Am Ende ihres Statements macht Lola klar, dass es viele Gründe geben kann, Alkohol abzulehnen. Manche Menschen möchten ihrem Körper etwas Gutes tun, andere haben persönliche Grenzen, wieder andere haben schlechte Erfahrungen gemacht oder wollen einfach klar bleiben. Und manchmal gibt es gar keinen großen Grund — außer dem eigenen Wunsch.

Für sie sollte deshalb ein „Nein danke“ völlig ausreichen. Ohne Rechtfertigung. Ohne Druck. Ohne neugierige Nachfragen. Ein Nein ist beim Alkohol genauso gültig wie in jedem anderen Bereich.

In den Kommentaren bekommt Lola viel Zustimmung. Zahlreiche Follower berichten, dass sie genau solche Situationen selbst erlebt haben. Viele fühlen sich von ihren Worten verstanden, weil sie sich ebenfalls immer wieder erklären müssen, wenn sie kein Glas in die Hand nehmen wollen.

Ein Kommentar bringt es deutlich auf den Punkt: „Ich fühle das total. Ein einfaches Nein ist mehr als genug und sollte akzeptiert werden. Nein zu Alkohol zu sagen, ist die beste Entscheidung für deinen Körper.“

Auch andere Nutzer schreiben, dass sie ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Eine Person erklärt, dass es ihr beim Thema Alkohol leider immer wieder genauso gehe, aber andere akzeptieren sollten, wenn jemand nicht trinken möchte.

Mehrfach taucht außerdem die Aussage auf, dass Menschen selbst nach Jahren ohne Alkohol noch immer Gründe nennen müssen. „So wahr. Ich trinke seit Jahren keinen Alkohol und muss mich heute noch rechtfertigen“, heißt es in einem weiteren Kommentar.

Lola Weippert hat mit ihrem Beitrag also nicht nur ihre eigene Haltung geteilt, sondern eine größere Diskussion angestoßen. Es geht um Respekt, um persönliche Grenzen und um die Frage, warum ausgerechnet ein nüchternes Nein so oft unbequem wirkt. Ihre Botschaft ist dabei simpel, aber klar: Niemand sollte erklären müssen, warum er keinen Alkohol trinken will.