Heidi Klum erzählt, wie sie bei GNTM mehr mitentscheiden wollte

Heidi Klum feiert mit „Germany’s Next Topmodel“ ein besonderes Jubiläum. Die Show ist in diesem Jahr in ihre 20. Staffel gegangen. Doch hinter dem Erfolg steckte offenbar nicht von Anfang an die perfekte Zusammenarbeit. Jetzt spricht die 53-Jährige offen darüber, wie sie sich hinter den Kulissen nach und nach mehr Einfluss sichern musste.

Im „OMR Podcast“ erinnert sich Heidi Klum an die Anfangszeit von GNTM. Damals habe sie schnell gemerkt, dass die Produktion zwar viel vom Fernsehen verstand, aber ihrer Meinung nach zu wenig von der Modewelt. Für sie war das ein Problem. „Ich dachte mir: Ihr seid Fernsehleute, aber ihr habt überhaupt keine Ahnung von meinem Business“, sagt sie rückblickend.

Besonders gestört haben sie Drehtage, an denen sie selbst nicht vor Ort war. Genau dann seien Dinge passiert, die aus ihrer Sicht nicht zu dem passten, was sie mit der Sendung zeigen wollte. Klum spricht davon, dass dort „allerlei Unsinn“ entstanden sei. Dazu gehörten auch Aufgaben, bei denen Models zum Beispiel im Dunkeln herumlaufen mussten.

Für Heidi Klum war irgendwann klar: So konnte es nicht weitergehen. Wenn ihr Name auf der Show steht, wollte sie auch mitbestimmen, was am Ende daraus wird. Nach dem ersten Jahr stellte sie ProSieben deshalb eine klare Bedingung. Entweder sie bekommt mehr Mitsprache – oder sie macht nicht weiter.

Ihr Anspruch war deutlich. Sie wollte nicht nur gelegentlich ihre Meinung sagen, sondern echten Einfluss auf die Inhalte haben. Dazu gehörte auch das letzte Wort beim Schnitt. „Ich mache es nur, wenn mein Name draufsteht und ich wirklich den finalen Schnitt habe“, machte Heidi Klum gegenüber ProSieben klar.

Damit wollte die Modelchefin verhindern, dass die Sendung zu weit von der echten Fashion-Welt abrückt. Klum ist seit mehr als drei Jahrzehnten international erfolgreich und wusste genau, welche Erfahrungen, Abläufe und Herausforderungen sie in das Format einbringen wollte. Für sie sollte GNTM nicht einfach nur eine Unterhaltungsshow sein, sondern auch etwas von dem zeigen, was Models im Beruf tatsächlich erleben können.

Später konzentrierte sie sich vor allem auf besonders auffällige und extreme Fotoshootings. Einige davon hatte sie selbst schon erlebt, andere kannte sie aus der internationalen Presse. Genau daraus entstand ein Stil, der GNTM über viele Jahre prägte: große Bilder, ungewöhnliche Aufgaben und Momente, über die danach gesprochen wurde.

Heute gehört „Germany’s Next Topmodel“ zu den langlebigsten Reality-Formaten in Deutschland. Die 20. Staffel brachte in diesem Jahr Aurélie und Ibo als Sieger hervor. Beide erhielten jeweils 100.000 Euro Preisgeld und außerdem ein Cover der „Harper’s Bazaar“.

Im „OMR Podcast“ sprach Heidi Klum nicht nur über ihren Kampf um mehr Kontrolle bei GNTM. Sie gab auch Einblicke in ihre Finanzen und blickte auf ihre ersten Schritte als Model zurück. Doch besonders ihre Aussagen über die Anfangszeit der Show zeigen: Hinter dem glänzenden TV-Erfolg wurde offenbar früh hart darum gerungen, wer wirklich das Sagen hat.