Sarah Connor macht erneut unmissverständlich klar, wofür sie steht. Die Sängerin setzt sich seit Jahren für den Schutz von Meeressäugern ein und nutzt ihre Bekanntheit nun wieder für eine besonders eindringliche Kampagne. Gemeinsam mit PETA stellte sie am Dienstag, dem 21. Mai, ein neues Motiv vor, das vor allem eines zeigen soll: Wie sich Gefangenschaft für Orcas und Delfine anfühlen kann.
Auf dem Kampagnenbild ist Sarah Connor unter Wasser zu sehen. Sie befindet sich hinter Gitterstäben, eingeschlossen in einem Käfig. Das Foto ist bewusst stark gewählt. Es soll an die Tiere erinnern, die in Meeresparks an beliebten Urlaubsorten gehalten werden und dort ihr Leben nicht frei im Ozean verbringen können.
Mit der Aktion richten sich Sarah Connor und PETA direkt an den deutschen Reiseanbieter TUI. Die Forderung ist klar: Meeresparks, in denen Orcas und andere Delfine in Gefangenschaft leben, sollen aus den Reiseangeboten gestrichen werden. In der Mitteilung heißt es, TUI gehöre zu den letzten Reiseveranstaltern in Deutschland, die Einrichtungen bewerben und finanziell unterstützen, in denen Orcas und andere Delfine gehalten werden.
Sarah Connor findet dafür deutliche Worte. „Es ist Zeit, dem ein Ende zu setzen“, erklärt sie. Die Sängerin widerspricht dabei den Darstellungen von Meeresparks wie SeaWorld oder Loro Parque. Ihrer Ansicht nach haben die dort gehaltenen Tiere kein glückliches Leben.
Besonders emotional wird Connor, als sie ihre Bitte direkt formuliert. „Als vierfache Mutter und Bürgerin dieses Landes flehe ich euch an: Unterstützt stattdessen Projekte, die darauf abzielen, gefangene Orcas in betreute Meeresschutzgebiete zu überführen, wo sie autonom und in Halb-Freiheit leben können. Bitte hört auf, das Leid dieser wunderbaren, intelligenten Meeressäuger zu unterstützen.“

Für Sarah Connor ist diese Kampagne kein einmaliger Auftritt. Sie spricht schon lange öffentlich über den Schutz von Meeressäugern. Die Sängerin gilt als engagierte Tierschützerin und ist selbst eng mit der Unterwasserwelt verbunden. Immer wieder nutzt sie ihre Reichweite, um auf das Thema aufmerksam zu machen.
Bereits im Oktober 2024 setzte sie ein auffälliges Zeichen vor einem TUI-Reisebüro in Berlin. Damals stieg Connor in ein kleines Aquarium und hielt ein Schild mit der Aufschrift: „Lasst mich frei!“ Auch diese Aktion sollte zeigen, wie absurd und bedrückend Gefangenschaft für Meerestiere wirkt.
Nun betont sie erneut, dass sie während ihrer Tierschutzarbeit mehrfach selbst beobachtet habe, wie gefangene Orcas und Delfine krankhaft wirkende, zwanghafte Verhaltensweisen zeigen. Für Connor ist das ein weiterer Grund, den Druck zu erhöhen und über die Bedingungen in solchen Anlagen zu sprechen.

Auch abseits einzelner Kampagnen engagiert sie sich konkret. 2024 gründete Sarah Connor gemeinsam mit Janek Andre die Iberian Orca Guardians Foundation, kurz IOGF. Die Stiftung widmet sich dem Schutz der stark bedrohten Iberischen Orcas.
Diese Orcas leben zwischen April und September in der Straße von Gibraltar. Dort sind sie durch menschliche Aktivitäten vielen Gefahren ausgesetzt. Die Organisation will dazu beitragen, ihren Lebensraum zu sichern und die Meeressäuger langfristig besser zu schützen.
Für Sarah Connor bleibt das Thema damit sichtbar mehr als nur ein öffentlicher Appell. Sie verbindet persönliche Überzeugung, konkrete Projekte und starke Bilder, um Menschen wachzurütteln. Das neue Poster im Unterwasserkäfig soll genau das schaffen: hinsehen, nachdenken und nicht länger wegschauen.