Jahre voller Druck, Angst und Stillstand liegen hinter ihr. Verena Ofarim hat nach der Trennung von Gil Ofarim einen Weg hinter sich, der sie tief geprägt hat – und sie am Ende näher zu sich selbst führte, als sie es je erwartet hätte.
Der Einschnitt kam 2017. Die Ehe, die 2014 geschlossen worden war, zerbrach. Zur selben Zeit kämpfte Verena nicht nur emotional, sondern auch rechtlich. Es ging um das Umgangsrecht mit den gemeinsamen Kindern Leonard und Anouk. Rückblickend beschreibt sie dieses Jahr als einen völligen Zusammenbruch ihrer bisherigen Welt. Träume, Hoffnungen und Sicherheiten seien damals in sich zusammengefallen. Sie habe das Gefühl gehabt, ihr werde alles genommen – und sie selbst sei „wie eine Gejagte“.

Die Situation war besonders belastend, weil sie sich zeitweise von ihren Kindern getrennt sah. Dennoch entschied sie sich bewusst gegen Verbitterung. Trotz erlebter Ungerechtigkeit wollte sie ihren Glauben an Freundlichkeit, Heilung und Liebe nicht verlieren. Diese Haltung half ihr, durch eine Phase zu gehen, die sie bis heute als die härteste ihres Lebens bezeichnet.
Auch die Umstände der Trennung standen stark unter öffentlicher Beobachtung. Während der damaligen Teilnahme ihres Ex-Mannes an einer Tanzshow kursierten Gerüchte, die zusätzlich Druck erzeugten. Verena war zu diesem Zeitpunkt schwanger mit ihrem zweiten Kind. Die Situation machte alles noch komplexer und schmerzhafter.


Mit Abstand erkennt sie heute, dass diese Krise auch etwas Entscheidendes ausgelöst hat. Losgelöst von alten Rollen begann sie, ihr Leben neu auszurichten. Sie hörte stärker auf ihren inneren Kompass und fand einen Zugang zu Achtsamkeit und Meditation, der inzwischen auch beruflich eine Rolle in ihrem Leben spielt.
Aus den Gefühlen dieser Zeit entstand auch ihr Buch „Lukes Reise zum Herzen der Welt“. Darin erzählt sie von einer Heldenreise, auf der der Protagonist inspirierenden Menschen begegnet – ein Spiegel ihrer eigenen Suche nach Sinn, Ruhe und Vertrauen.
Auch privat hat sich ihr Leben neu geordnet. Seit 2022 ist Florian an ihrer Seite. Er arbeitet als Ingenieur und steht bewusst nicht im Rampenlicht. Gemeinsam mit Leonard und Anouk lebt Verena heute in München. Der Alltag ist ruhiger geworden, stabiler – und geprägt von einem neuen Selbstverständnis.
Verena Ofarim blickt nicht ohne Schmerz zurück, aber ohne Bitterkeit. Ihre Geschichte ist keine laute Abrechnung, sondern ein leiser Beweis dafür, dass ein Neuanfang selbst nach den dunkelsten Jahren möglich ist.