Henry Samuel steht plötzlich stärker im Rampenlicht. Der 20-Jährige, Sohn von Heidi Klum und Sänger Seal, trat beim Filmfestival in Cannes an der Seite seiner berühmten Mutter auf — und machte dabei nicht nur optisch Eindruck. Viele bemerkten vor allem, wie ruhig, reflektiert und erwachsen er wirkt.
Obwohl Henry mit Eltern aufgewachsen ist, die weltweit bekannt sind, scheint er selbst alles andere als abgehoben zu sein. Der Nachwuchsmodel bewegt sich inzwischen selbst in der Mode- und Promiwelt, doch genau dort fällt seine Haltung besonders auf: kein großes Gehabe, keine übertriebene Show, sondern eine fast überraschende Gelassenheit.
Im Gespräch mit GALA, die ab dem 21. Mai erhältlich ist, erklärte Henry, warum ihm diese Bodenständigkeit so wichtig ist. Für ihn habe das viel mit seinem Elternhaus zu tun. „Meine Mutter und mein Vater sind beide sehr bodenständige Menschen, und es würde sich einfach seltsam anfühlen, exzentrisch zu sein“, sagte er.
Mit diesem Satz macht Henry deutlich, dass Ruhm für ihn offenbar nicht automatisch bedeutet, sich größer zu machen als andere. Heidi Klum und Seal mögen international gefeierte Stars sein, doch ihrem Sohn scheinen sie vor allem etwas anderes mitgegeben zu haben: Normalität, Haltung und ein Gespür dafür, auf dem Boden zu bleiben.

Auch über sein Inneres spricht Henry erstaunlich offen. Er beschreibt sich als sehr spirituell, obwohl er und seine Geschwister ohne Religion aufgewachsen seien. Für ihn ist Spiritualität offenbar kein starres System, sondern eher ein persönlicher Weg, um sich selbst besser zu verstehen.
Besonders prägend war für ihn eine Reise nach Brasilien. Dort ließ er sich taufen. Henry erzählt, dass er viele brasilianische und nigerianische Vorfahren habe, die einer Religion namens Candomblé folgten. Diese spirituelle Tradition beschäftigt sich mit dem Glauben an geistige Wesen und mit der Frage, wie man im Leben einen besseren Weg findet.

Für Henry geht es dabei nicht um strenge Regeln oder Druck. Viel wichtiger sei ihm die Idee, ein guter Mensch zu werden. Er erklärt, dass es keine festen Vorschriften gebe, an die man sich halten müsse — außer einer Sache: freundlich zu anderen zu sein.
Damit zeigt Henry Samuel eine Seite, die viele vielleicht nicht erwartet hätten. Er ist jung, steht am Anfang seiner eigenen Karriere und kommt aus einer der bekanntesten Promi-Familien überhaupt. Doch statt sich nur über Namen, Glamour oder Aufmerksamkeit zu definieren, spricht er über Demut, Herkunft, Glauben und Menschlichkeit.