Am Donnerstag fällt der Vorhang für das große Finale von „Germany’s Next Topmodel“. In diesem Jahr läuft alles anders: Statt einer klassischen Liveshow aus Deutschland präsentieren die Produzenten ein vorab aufgezeichnetes Finale aus Hollywood. Für Heidi Klum, 52, bedeutet das eine ungewohnte Veränderung, wie sie im exklusiven Interview mit GALA in Cannes erklärt.
„Ich finde, es ist gut geworden und es ist anders“, sagt die Modelchefin. Dennoch gesteht sie: „Ich liebe es mehr, wenn es live ist und wollte auch, dass dieses Finale wieder live sein würde.“ Besonders brisant war die Tatsache, dass die Gewinner der 21. Staffel offenbar einen Tag vor der Sendung geleakt wurden. Heidi hatte schon im Vorfeld Bedenken wegen der Aufzeichnung, folgte jedoch dem Wunsch des Senders: „Okay, probieren wir es so, wenn ihr das unbedingt in Hollywood machen wollt.“

Das neue Konzept stellte auch die Finalistinnen vor Herausforderungen. Heidi erklärt, dass die besondere Energie eines Livefinales dabei verloren gehe – das Toben der Fans, spontane Emotionen und das intensive Gefühl, dass sich an diesem Abend alles um die Kandidatinnen dreht. „Diese Euphorie verpufft bei den Kandidaten ein bisschen“, räumt sie ein.

Hollywood bot für das Finale eine beeindruckende Promi-Besetzung. Heidi lobt die internationalen Gäste: „Es wäre vielleicht schwieriger gewesen, jemanden wie Sharon Stone für einen Tag nach Deutschland zu holen.“ In Los Angeles hingegen musste die Hollywood-Ikone „nur aus dem Bett rollen“, um auf die Bühne zu kommen. Neben Sharon Stone traten Nicole Scherzinger, Demi Lovato, Dean und Dan Caten, Adriana Lima und Winnie Harlow auf.
Unterstützung bekommt Heidi von ihrer Mutter Erna Klum, 82, die ebenfalls ein großer GNTM-Fan ist und ihre Tochter am Set begleitet. Heidi beschreibt die besondere Beziehung zu ihrer Mutter: „Ich werde immer eine Tochter sein! Immer. Heute Morgen habe ich ihr ein Foto geschickt, und sie schrieb sofort: ‚Nein, Kind! Deine Haare sind viel zu dunkel. Gefällt mir gar nicht.‘“ Früher tanzten Heidi und ihre Mutter sogar gemeinsam in einer Bauchtanzgruppe in Bergisch Gladbach. „Das hat riesigen Spaß gemacht. Ich hatte sofort ein Kostüm und wurde oft gebucht, zum Beispiel für Auftritte in einer Bank.“