Kurz vor der geplanten Hochzeit an der Côte d’Azur steht bei Ralf Schumacher und Étienne Bousquet-Cassagne nicht nur Romantik im Mittelpunkt. Eigentlich sollen in Saint-Tropez bald Liebe, Familie und ein großes Ja-Wort gefeiert werden. Doch vor dem besonderen Tag beschäftigt den früheren Rennfahrer vor allem eine Entscheidung seines Partners.
Ralf Schumacher, 50, lebt in Saint-Tropez und möchte dort Étienne Bousquet-Cassagne, 36, heiraten. Geplant ist eine Feier über drei Tage, begleitet von Kameras. Die Vorbereitungen auf das Fest werden in der vierteiligen Doku-Reihe „Ralf & Étienne: Wir sagen Ja“ gezeigt, die ab Donnerstag, dem 21. Mai, bei Sky läuft.
Seit fast zwei Jahren treten Ralf und Étienne öffentlich als Paar auf. Nun wollen sie ihre Beziehung mit einer Hochzeit an der französischen Riviera offiziell krönen. Die Doku zeigt nicht nur die großen Momente vor der Trauung, sondern auch private Szenen aus ihrem gemeinsamen Alltag. Dazu gehört auch ein Termin, der Ralf sichtbar beschäftigt: Étienne plant kurz vor der Hochzeit einen Eingriff im Gesicht.
Schon in der ersten Folge wird deutlich, dass Ralf mit dieser Entscheidung nicht leicht umgehen kann. „Étienne hat sich entschieden, ein Facelift zu machen“, erklärt er offen. Dann fügt er hinzu, dass er von Anfang an dagegen gewesen sei. Für ihn sei der Eingriff nicht nötig. Außerdem findet er, dass gemeinsames Älterwerden etwas Schönes sein kann.
Étienne sieht das anders. Er spricht sehr ehrlich darüber, wie kritisch er sich selbst betrachtet. „Ich bin nie zufrieden mit meinem Gesicht und finde immer etwas, das ich korrigieren kann“, sagt er. Für ihn ist der Eingriff offenbar ein persönlicher Schritt, der ihm wichtig ist, auch wenn Ralf seine Bedenken nicht verbergen kann.

Dem ehemaligen Formel-1-Fahrer geht es dabei nicht nur um den Eingriff selbst. Er macht sich auch Gedanken darüber, wie Étienne kurz danach aussehen wird, wenn die Hochzeit näher rückt. „Ich habe Angst, dass man es noch sieht, keine Frage“, sagt Ralf mit Blick auf die bevorstehende Feier.
Der Eingriff soll ungefähr drei Stunden dauern. Danach bleibt Étienne eine Nacht im Krankenhaus, bevor er in die gemeinsame Villa zurückkehrt. Für Ralf ist schon dieser Teil nicht einfach. Krankenhäuser verbindet er mit schweren Momenten. „Ich mag Krankenhäuser nicht“, gibt er zu. Er erklärt, dass er dort bisher entweder wegen eigener Verletzungen war oder weil in der Familie etwas Ernstes passiert ist.
Trotz seiner Sorgen stellt sich Ralf an die Seite seines Partners. Er macht klar, dass man jemanden unterstützt, wenn diesem Menschen etwas wirklich wichtig ist. Gleichzeitig hofft er, dass irgendwann ein Punkt erreicht ist, an dem Zufriedenheit einkehrt. Denn für ihn soll das Älterwerden nicht zu etwas werden, dem man ständig hinterherläuft.

Der Eingriff selbst ist nach wenigen Stunden vorbei. Das endgültige Ergebnis sehen die Zuschauer in der ersten Folge aber noch nicht. Nach einem kurzen Besuch bei Étienne im Krankenhaus zieht Ralf für sich ein sehr klares Fazit. „Ich muss ganz ehrlich sagen, ich mache das definitiv nicht“, sagt er.
Étiennes Entscheidung nennt Ralf zwar „sehr mutig“, doch für sich selbst schließt er so einen Schritt aus. Mit einem Lachen bringt er es auf den Punkt: „Jetzt weiß ich, was ich nicht mache.“ Zwischen Hochzeitsfreude, Kameras und großen Gefühlen zeigt sich damit auch eine sehr persönliche Seite des Paares.