Michaela Gerg verabschiedet sich von ihrer Skischule – und richtet den Blick auf ihr Herzensprojekt

Michaela Gerg, die frühere Weltcup-Skirennläuferin, steht an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Mit 60 Jahren hat sie beschlossen, ihre „Michi Gerg Skischule“ zu verkaufen und sucht nun nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger. Ein Schritt, der für sie mehr bedeutet als nur ein geschäftlicher Übergang – es ist das Loslassen eines Lebenswerks, das von Freude, Leidenschaft und unzähligen Erinnerungen geprägt ist. In einem kurzen Video erklärt sie nüchtern: „Ich suche eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für meine Skischule.“ Doch wer genau hinsieht, spürt die Mischung aus Stolz und Wehmut, die in jedem Satz mitschwingt.

Als sie die Skischule gründete, war es für Michaela Gerg ein völlig neues Abenteuer. „Es war pure Freude, ein echtes Neuanfangsgefühl“, erzählt sie. Nach Jahren auf den Rennstrecken der Welt war die Arbeit mit Kindern und Erwachsenen in den Bergen eine vollkommen neue Herausforderung. Jede Stunde, jeder Kurs, jedes Lächeln der Schüler hat die ehemalige Spitzensportlerin inspiriert und motiviert. Heute, beim Abschied, möchte sie ihre Schüler mit einer besonderen Botschaft entlassen: „Glaubt an euch selbst. Jeder Mensch, egal woher er kommt, hat Potenzial. Gebt niemals auf, eure Ziele zu verfolgen. Es ist egal, ob ihr einmal hinfallt – beim Skifahren oder im Leben. Wichtig ist, ruhig zu bleiben, nachzudenken und wieder aufzustehen, dann erreicht ihr alles, was ihr euch vornehmt.“ Besonders die Kinder liegen ihr am Herzen: „Die Kleinen zu inspirieren, sie beim Skifahren zu begleiten und ihre ersten Erfolge zu sehen – das ist für mich ein Herzensprojekt.“

Der Abschied von der Skischule fällt Michaela Gerg nicht leicht. „Es ist schon ein bisschen bittersüß“, gesteht sie, „denn ich verbinde so viele Erinnerungen damit: das Lachen, die ersten Versuche, die stolzen Momente der Schüler.“ Gleichzeitig spürt sie eine gewisse Freiheit und Erleichterung. „Mit 60 kann ich nun etwas abgeben und habe endlich mehr Zeit für die Dinge, die mir wirklich am Herzen liegen“, erklärt sie mit einem strahlenden Lächeln.

Im Zentrum ihrer neuen Prioritäten steht ihre „Snow Crystal Foundation“. Die Stiftung verfolgt das Ziel, Kinder im Sport, besonders im Skifahren, zu fördern und ihnen Werte wie Disziplin, Durchhaltevermögen und Freude an Bewegung zu vermitteln. „Wenn ihre Augen wie Schneekristalle leuchten – daher der Name – dann bekomme ich so viel zurück“, sagt Michaela Gerg mit sichtbarer Begeisterung. Sie ist überzeugt, dass sie den Kindern nicht nur sportliches Können, sondern auch wichtige Lebenskompetenzen mitgeben kann. Die ehemalige Skirennläuferin plant, die Stiftung noch intensiver voranzubringen: neue Projekte, Trainingsangebote und Mentoring-Programme stehen auf der Agenda.

Abschließend betont Michaela Gerg, dass dieser Schritt nicht das Ende, sondern ein Neubeginn ist. Sie verabschiedet sich von einem Lebenskapitel voller Erinnerungen, um sich gleichzeitig einem Herzensprojekt zu widmen, das ihr noch viel mehr Freude und Erfüllung bringen wird. „Es ist ein bittersüßer Moment, aber auch ein Geschenk, etwas weitergeben zu können und nun meine ganze Energie für die Stiftung zu nutzen“, sagt sie und blickt hoffnungsvoll in die Zukunft.