Gaby Köster war jahrelang eine der bekanntesten Comedy-Frauen Deutschlands. Mit Formaten wie „Ritas Welt“ und „7 Tage, 7 Köpfe“ wurde sie einem Millionenpublikum bekannt. Ihre direkte Art, ihr Humor und ihre Energie machten sie zu einer echten TV-Figur.
Doch seit ihrem schweren Schlaganfall im Jahr 2008 ist vieles anders. Die heute 64-Jährige lebt mit starken gesundheitlichen Einschränkungen. Aus der lauten, kraftvollen Entertainerin wurde eine Frau, die ihren Alltag jeden Tag neu organisieren muss.
In der RTL-Sendung „Stern TV“ sprach Gaby Köster nun offen darüber, wie ihr Leben heute aussieht. Dabei ging es nicht nur um ihre Gesundheit, sondern auch um finanzielle Sorgen, die sie stark belasten.
Besonders schwer wiegen die Kosten für Medikamente. Auch 18 Jahre nach dem Schlaganfall muss Köster dafür noch immer viel Geld aufbringen. Die Ausgaben können sich auf bis zu 1.000 Euro im Monat belaufen. Ohne regelmäßiges Einkommen sei das eine enorme Belastung.
Mit ihrem typischen Humor beschrieb sie die Situation trotzdem auf ihre eigene Weise. Sie sagte: „Wenn du keinen Job hast, ist das eine riesige Plackerei. Die Elefanten im Keller, die früher die Kohle rangeschafft haben, sind jetzt arbeitslos.“

Aufgeben kommt für Gaby Köster dennoch nicht infrage. Trotz aller Sorgen macht sie weiter. Sie versucht, ihren Alltag zu bewältigen und sich nicht von den Schwierigkeiten bestimmen zu lassen.
Die Folgen des Schlaganfalls sind bis heute deutlich spürbar. Ihr linker Arm und ihr linkes Bein sind gelähmt. Dadurch ist sie in vielen Momenten auf Hilfe angewiesen. Genau das fällt ihr besonders schwer.
Früher habe sie alles allein gemacht. Heute sind es schon einfache Dinge, die zur Herausforderung werden. Köster erklärte, wie belastend es ist, wenn man nicht einmal mehr ohne Weiteres aufstehen oder sich auf eine Holzbank setzen kann.

Für sie war es ein langer Weg, Hilfe anzunehmen. Nicht die großen Dinge allein machen traurig, sondern oft die kleinen Momente, die plötzlich nicht mehr möglich sind. Diese Einschränkungen treffen sie im Alltag immer wieder.
Trotzdem gibt es Augenblicke, die ihr Kraft geben. Besonders berührt ist Gaby Köster, wenn Menschen sie noch erkennen und sich an sie erinnern. Dann wird ihr bewusst, dass sie nicht vergessen ist.
Sie sagte: „Ja, manchmal könnte ich dann losheulen. Das ist eine Freude, wenn sie dich nicht ganz vergessen haben.“ Für Köster sind solche Begegnungen kleine Lichtblicke in einem Leben, das heute viel härter ist als früher.