Lukas Podolski arbeitet komplett ohne Computer – nur mit dem Smartphone

Lukas Podolski, 40, hat seine Karriere als Profifußballer beendet und widmet sich nun der Unternehmerwelt. Dabei verzichtet der ehemalige Weltmeister von 2014 nach eigenen Angaben komplett auf Laptop oder Computer. In einem Interview mit der deutschen Ausgabe des „Playboy“ erklärt er: „Ich habe keinen Laptop, ich habe keinen Computer. Ich erledige alles über mein Handy.“ Während viele Geschäftsleute morgens direkt den Computer starten, genügt Podolski sein Smartphone als zentrales Arbeitsgerät.

Podolski ist in verschiedene Geschäftsfelder involviert, unter anderem eine Kette von Dönerläden. Starre Bürozeiten kennt er nicht. „Ich habe keinen festen Plan, bei dem ich sage: Von 7 bis 14 Uhr bin ich im Training und nicht erreichbar“, so Podolski. Er erledigt Aufgaben, sobald sie anfallen – früh morgens oder spät abends. Sein Prinzip: „Wenn du etwas erreichen willst, musst du arbeiten. Für mich gibt es keine freien Tage oder feste Zeitfenster.“

Sein geschicktes Jonglieren zwischen Sponsoren, Filialen und dem Büro des Vereins führt er auf seine Jahre als Profi zurück. „Als Fußballprofi musst du dich mit Themen wie Marketing, Management und Finanzen beschäftigen“, sagt er. Diese Erfahrungen helfen ihm bis heute. Stolz ist er darauf, dass er diese zusätzlichen Säulen neben seiner Fußballkarriere aufgebaut hat.

Besonders am Herzen liegt ihm der Verein Górnik Zabrze. Erst vor Kurzem beendete Podolski seine aktive Spielerkarriere beim polnischen Erstligisten. Heute ist er Hauptgesellschafter des Clubs. Podolski, der offen über Krisen mit seiner Frau Monika und die Trennung von seinem Sohn spricht, will gleichzeitig sicherstellen, dass der Verein gut geführt wird und Traditionen bewahrt. „Ich sehe mich hier als einen der Fans.“

Ganz computerlos war Podolskis Leben aber nicht immer: Im Podcast „Copa TS“ von Tommi Schmitt (37) verriet er, dass er als Jugendlicher regelmäßig Computerspiele spielte. Rückblickend erinnerte sich der ehemalige Nationalspieler: „Damals gab es immer diese Manager-Spiele. Wir haben gespielt, vor oder nach der Schule, manchmal auch den Computer angemacht – einfach aus Spaß.“ Schon damals faszinierte ihn der Aufbau des Stadions, das Zusammenstellen des Teams und die Einrichtung der Umkleideräume. Podolski war nie jemand, der sich nur auf das Geschehen auf dem Platz konzentrierte.

Heute vereint Lukas Podolski mehrere Rollen: Weltmeister, Unternehmer und Vereinsbesitzer. Seine Aussagen zeigen, dass er seinen Alltag flexibel organisiert und viele Prozesse direkt über sein Smartphone steuert.