Gerade noch im Reality-TV, jetzt im Fokus der Justiz. Domenico de Cicco, bekannt aus dem Dschungelcamp und aus Die Bachelorette, ist vom Amtsgericht Frankfurt wegen häuslicher Gewalt zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 42-Jährige seine damalige Partnerin geschlagen hat. Die Richterin verhängte 60 Tagessätze zu je 70 Euro – insgesamt 4.200 Euro.
Im Mittelpunkt des Verfahrens stand ein Vorfall vom 18. Oktober 2024. An diesem Abend besuchten de Cicco und seine damalige Freundin Laura Muriale eine Quiznacht in der Frankfurter Bar Lucky’s. Während sie bleiben wollte, soll er auf den Aufbruch gedrängt haben. Draußen, auf dem Weg zum Auto, eskalierte der Streit. Muriale zeichnete Teile der Auseinandersetzung mit ihrem Handy auf; die Tonaufnahmen wurden später im Gerichtssaal abgespielt.

Die Mitschnitte zeichneten ein drastisches Bild. Zunächst ist noch ein vertraulicher Ton zu hören, kurz darauf folgen massive Beschimpfungen. Als Muriale weiterfilmte, soll de Cicco versucht haben, ihr das Handy zu entreißen. Auf der Aufnahme ist ein Schrei zu hören, dann ihre Worte, dass sie geschlagen worden sei. Passanten griffen ein und alarmierten die Polizei. Eine Polizistin sagte später aus, mehrere Zeugen hätten berichtet, der Mann habe der Frau ins Gesicht geschlagen. Diese Aussagen sowie die Aufnahmen überzeugten das Gericht.

Laura Muriale sprach nach dem Urteil offen über die Beziehung. Sie beschrieb das jahrelange On-off als hochgradig belastend und emotional aufgeladen. Dauerstress, ständige Spannungen und das Gefühl, nie zur Ruhe zu kommen, hätten den Alltag geprägt. Die Aufnahmen habe sie gemacht, um anderen zeigen zu können, wie es hinter verschlossenen Türen wirklich gewesen sei.
Domenico de Cicco bestreitet die Tat weiterhin. Er erklärte, er habe seine damalige Freundin nicht geschlagen, sondern lediglich versucht, das Handy wegzunehmen. Über seinen Anwalt ließ er ankündigen, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Damit ist die Entscheidung noch nicht rechtskräftig – der Fall bleibt also juristisch offen.